08.07.2020

Neuer Projektverbund in Chile hat seine Arbeit aufgenommen

Von November 2019 bis November 2022 erforscht das „Socioeconomic Transformations Observatory of the MPIfG in Chile“ unter Leitung von Aldo Madariaga (Universidad Mayor, Chile) und Jens Beckert (MPIfG) aktuelle gesellschaftliche und politische Veränderungsprozesse in Europa und Lateinamerika, die auf die wirtschaftliche Zukunft wirken. Die beiden Regionen stehen exemplarisch für unterschiedliche Dynamiken in Kapitalismus und Demokratie. Der Projektverbund ist eine Kooperation des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung mit dem Centro de Economía y Políticas Sociales (CEAS) der Universidad Mayor sowie der Universidad Central de Chile, der Universidad Diego Portales und der Universidad Alberto Hurtado in Santiago de Chile. Bereits 2019 hat das MPIfG gemeinsam mit der Universidad Central de Chile eine internationale Max-Planck-Partnergruppe in Chile gegründet. Sie wird von Felipe González geleitet und legt ihren Schwerpunkt auf die Untersuchung der Politik wirtschaftlicher Erwartungen in der Öffentlichkeit mit den Methoden der Wirtschaftssoziologie und der Kommunikationswissenschaften.
 

 

 
08.07.2020

Björn Bremer erhält Linz-Rokkan Prize

Für seine Dissertation zum Thema „Austerity from the Left: The Fiscal Policies of Social Democratic Parties in Response to the Great Recession“ wurde Björn Bremer vom European University Institute (EUI) mit dem Linz-Rokkan Prize für die beste Promotion in politischer Soziologie ausgezeichnet. Bremer erforschte, warum sich Sozialdemokraten nicht für einen keynesianischen Ansatz entschieden haben, um die Auswirkungen der Großen Rezession nach 2007 zu bewältigen. Seine Arbeit wurde für die Beantwortung einer wichtigen politischen Frage gelobt. Sie zeichne sich insbesondere durch die gründliche und klare Darstellung der Argumente und den Einsatz einer „beeindruckenden Reihe von Forschungsmethoden“ aus, so die Jury. Der Linz-Rokkan Prize wird jährlich für die beste EUI-Arbeit in einem Bereich der politischen Soziologie vergeben, der sich mit einem Thema in den breit definierten Arbeitsbereichen von Juan Linz und Stein Rokkan befasst. Zur Pressemitteilung des EUI

 

 

 
07.07.2020MPIfG/Aydee

Marina Hübner ist Referentin im Bundesfinanzministerium

Marina Hübner, die von 2014 bis 2019 Doktorandin und Postdoktorandin am MPIfG war, arbeitet seit Oktober 2019 als Referentin im Bereich Finanzmarktpolitik am Bundesministerium der Finanzen in Berlin. Während ihrer Zeit am MPIfG forschte sie unter anderem zur politischen Ökonomie der Europäischen Kapitalmarktunion im Kontext der Wachstums- und Eurokrise und gemeinsam mit Benjamin Braun zu Herausforderungen demokratischer Legitimität in der Eurozone. Marina Hübner: Wenn der Markt regiert: Die Politische Ökonomie der Europäischen Kapitalmarktunion

 

 

 
27.05.2020picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa

Martin Höpner als Sachverständiger bei Anhörung des Deutschen Bundestages zum EZB-Anleihekauf-Urteil

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Staatsanleihekäufen der Europäischen Zentralbank war am 25. Mai Gegenstand einer öffentlichen Anhörung im Europa-Ausschuss des Deutschen Bundestages. Die Karlsruher Richter forderten in ihrem Entscheid vom 5. Mai 2020, dass Bundestag und Bundesregierung auf eine Prüfung der Verhältnismäßigkeit der Anleihekäufe durch den EZB-Rat in den nächsten drei Monaten hinwirken. MPIfG-Forschungsgruppenleiter Martin Höpner hat als Sachverständiger an der Anhörung teilgenommen. In seiner schriftlichen Stellungnahme regte er an, der Deutsche Bundestag solle von der EZB die Vorlage einer entsprechenden Verhältnismäßigkeitsprüfung erbitten und die Bitte um eine Erklärung ergänzen, in der der Bundestag die Achtung der Unabhängigkeit der EZB unterstreicht und herausstellt, dass er keine Sonderbehandlung der Bundesrepublik Deutschland wünscht. Von allen Strategien zur weiteren Eskalation des Konflikts riet Höpner dringend ab. Deutscher Bundestag: Sachverständige kritisieren Karlsruher EZB-Urteil

 

 

 
26.05.2020

Alina Marktanner promoviert

Alina Marktanner wurde im April 2020 an der Universität zu Köln promoviert. Ihre Dissertation „Vom Verbände- zum Beraterstaat? Unternehmensberater in der öffentlichen Verwaltung der Bundesrepublik, 1945 bis 2003“ gibt Antworten auf die Frage, wie Unternehmensberater zu politischen Akteuren wurden und sich im Zuge wirtschaftlicher Politikberatung neue Semantiken und Praktiken im politischen Kommunikationsraum herausbildeten. Die Beratungsunternehmen Kienbaum, McKinsey und Roland Berger dienen hierbei als beispielhafte Fälle. Von Oktober 2015 bis März 2020 war Alina Marktanner Doktorandin an der International Max Planck Research School on the Social and Political Constitution of the Economy (IMPRS-SPCE). Derzeit ist sie Postdoktorandin am MPIfG.
 

 

 
26.05.2020

Alexandra Hees promoviert

Im April 2020 wurde Alexandra Hees an der Universität zu Köln zum Thema „Eine ,grüne‘ Zukunft für Kunststoffe? Die Entwicklung von Märkten für Biokunststoffe“ promoviert. Sie untersucht in ihrer Dissertation das Spannungsverhältnis von Zukunftsvorstellungen und Marktschaffungsprozessen und rekonstruiert die Entwicklung von Märkten für Biokunststoffe von den 1970er-Jahren bis in die Gegenwart aus einer wirtschafts- und kultursoziologischen Perspektive. Die Studie leistet einen Beitrag zum soziologischen Verständnis der Veränderung von Märkten. Alexandra Hees war von Oktober 2015 bis März 2020 Doktorandin an der International Max Planck Research School on the Social and Political Constitution of the Economy (IMPRS-SPCE) und arbeitet nun als Programme Associate an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH).
 

 

 
26.05.2020

Neue Mitarbeiter im Frühjahr 2020

Das MPIfG begrüßte im Frühjahr 2020 zwei neue Mitarbeiter. Sinisa Hadziabdic trat am 1. März seine Stelle als Senior Researcher in Lucio Baccaros Forschungsbereich „Politische Ökonomie von Wachstumsmodellen“ an. Er erforscht, wie wirtschaftliche Ideen die Einstellungen zu verschiedenen Wachstumsmodellen beeinflussen. Zuvor war Hadziabdic Postdoktorand und Lehrassistent an der Universität Genf. Außerdem unterstützt Thomas Stevens, der zuvor studentische Hilfskraft war, den Bereich seit dem 1. April als Forschungsassistent.
 

 

 

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für Medien und Öffentlichkeit


Christel Schommertz
Tel. 0221 2767-130

 
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