Ayodeji Stephen Akinnimi promoviert zu Arbeitsmarktintegration von Asylsuchenden

23. Januar 2026

Ende Oktober des vergangenen Jahres hat Ayodeji Stephen Akinnimi erfolgreich seine Dissertation „Keeping a Job: Asylum Seekers and Refugees in Temporary and Non-Regular Employment“ an der Universität Duisburg-Essen verteidigt. Die Studie untersucht, wie Geflüchtete nach der Liberalisierung 2015 Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt finden. Zeitarbeit gilt als Brücke in reguläre Beschäftigung. Akinnimi zeigt jedoch ein anderes Muster: Das Zusammenspiel von Aufenthaltsrecht und Beschäftigungsregeln drängt gerade jene mit widerrufener Arbeitserlaubnis und negativem Asylbescheid in die Informalität. Seine ethnografische Untersuchung konzentriert sich auf drei zentrale Orte: Tagelöhnermärkte, Schrottplätze mit migrantischen Betreibern und Einsatzorte der Zeitarbeit. Soziale Netzwerke erweisen sich als Schlüssel, sowohl für formelle als auch für informelle Beschäftigung. Für Menschen ohne Bleibeperspektive werden sie zur Existenzfrage: Nur über Kontakte können sie im formellen Sektor bleiben und so ihren Aufenthaltsstatus und ihre Existenz sichern. Die Arbeit wurde von Karen Shire betreut. Akinnimi war seit 2019 Doktorand an der International Max Planck Research School on the Social and Political Constitution of the Economy (IMPRS-SPCE); aktuell ist er als Research Associate am Institute of East Asian Studies der Universität Duisburg-Essen tätig.

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