MPIfG begrüßt Gastforscher aus Äthiopien im Rahmen des Max Planck Africa Mobility Grant
Im April 2027 wird Endalcachew Bayeh vom Institut für Politikwissenschaft und Internationale Studien der Bahir Dar University (Äthiopien) im Rahmen des Max Planck Africa Mobility Grant (MPAMG) zu Gast am MPIfG sein. Bereits 2025 war er im Rahmen des ARTEMIS-Mentoringprogramms am Institut. In seinem Projekt „The Politics of Growth Models in Ethiopia: Regime Survival at the Core“ (Arbeitstitel) untersucht Bayeh die politischen Beweggründe hinter Äthiopiens aufeinanderfolgenden Entwicklungsmodellen. Seine These: Die Modelle dienen den herrschenden Eliten nicht allein der wirtschaftlichen Entwicklung, sondern auch der Sicherung politischer Macht – geprägt von innenpolitischen, internationalen und geopolitischen Einflüssen. Bayeh stützt sich dabei auf Perspektiven der vergleichenden und internationalen politischen Ökonomie. Mit dem äthiopischen Fallbeispiel will er die Wachstumsmodell-Forschung, die bislang vor allem auf entwickelte kapitalistische Länder fokussiert ist, um die Perspektive des Globalen Südens erweitern. Der MPAMG ist eine Förderinitiative der Max-Planck-Gesellschaft, die dem Brain Drain in Afrika entgegenwirken, die wissenschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe stärken und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Afrika fördern soll. Er richtet sich an junge Forschende im letzten Promotionsjahr oder mit einer maximal zehn Jahre zurückliegenden Promotion und ermöglicht flexible Forschungsaufenthalte an einem Max-Planck-Institut in Deutschland. Der MPAMG ist Teil der Max Planck Africa Initiative, zu der auch das Mentoring-Programm ARTEMIS sowie eine virtuelle Vortragsreihe gehören.












