Forschungsgruppe "Vermögen und soziale Ungleichheit"


Im Herbst 2020 startet am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung die Forschungsgruppe „Vermögen und soziale Ungleichheit“. Sie wird aus Mitteln des Leibniz-Preises für Jens Beckert finanziert.

Die Forschungsgruppe wird sich in verschiedenen Projekten mit der Entwicklung der Vermögensverteilung, mit dem Einfluss großer Vermögen auf Politik und Gesellschaft, mit der Rolle von Stiftungen, mit Prozessen der Vermögensvererbung, mit den Mechanismen des Vermögenserhalts (und der Vermögenszerstörung) sowie mit den Erwartungen und Einstellungen vermögender Individuen befassen. Eine zentrale Bedeutung wird dabei die Erforschung der Rolle der Familie sowohl bei der Reproduktion von großen Vermögen als auch für das Verständnis der Entwicklung heutiger kapitalistischer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnungen spielen.

Die Gruppe befindet sich derzeit im Aufbau. Erste Teilprojekte bestehen bereits, ein Promotionsprojekt sowie ein Habilitationsprojekt. Für das Teilprojekt "Reichtum in Deutschland: Strukturen, Kontinuitäten und Brüche" wird für Anfang 2021 die Besetzung einer Stelle mit einer:m promovierten quantitativ arbeitenden Sozialwissenschaftler:in angestrebt.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird das Vorhaben um Promotions- und Habilitationsprojekte ergänzt, die sich weiteren Fragestellungen im Bereich der Vermögensforschung widmen. Die Projekte sollen sowohl soziologische als auch politikwissenschaftliche Schwerpunkte haben und insbesondere historische Entwicklungslinien verfolgen; sie können quantitative oder qualitative Forschungsdesigns aufweisen und auch Ländervergleiche beinhalten.


 


MPIfG: Projekt "Forschungsgruppe "Vermögen und soziale Ungleichheit"" | http://www.mpifg.de/projects/leibniz-research-group/index_de.asp
[Zuletzt geändert 24.08.2020 14:39]