Clara Baumann mit dem Albert-Ballin-Förderpreis ausgezeichnet
Am 12. Mai 2026 hat Clara Baumann für ihre Dissertation „‚Return of Dependency‘ or ‚A New Hope‘? East-South Investment and Interdependent Development in Colombia“ den Albert-Ballin-Förderpreis für Globalisierungsforschung der Hapag-Lloyd AG erhalten. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde ihr im Rahmen des dritten Albert-Ballin-Forums in Hamburg verliehen. Der Preis würdigt alle vier Jahre Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, deren Arbeiten unser Verständnis der Chancen und Risiken der Globalisierung vertiefen. In ihrer Dissertation untersucht Baumann, ob chinesische Direktinvestitionen im globalen Süden neue Entwicklungspfade eröffnen oder bestehende Abhängigkeiten fortschreiben. Am Beispiel Kolumbiens vergleicht sie die Investitionsstrategien amerikanischer und chinesischer multinationaler Unternehmen. Ihre Ergebnisse legen nahe, dass chinesische Investoren unter bestimmten Bedingungen flexibler agieren, schneller auf lokale Gegebenheiten reagieren und eher bereit sind, sich an staatliche Vorgaben sowie arbeitsrechtliche Standards des Gastlandes anzupassen. Die Studie stützt sich auf 64 Experten- und Teilnehmerinterviews sowie zwei Jahre ethnografischer Feldforschung in Kolumbien. Baumann war von 2019 bis 2024 Doktorandin an der International Max Planck Research School on the Social and Political Constitution of the Economy (IMPRS-SPCE), der Graduiertenschule des MPIfG. Anschließend forschte sie an der Universität Duisburg-Essen. Anfang 2026 wechselte sie als Akademische Rätin an die Universität Münster.












