So beeinflussen Zukunftsbilder unsere Entscheidungen

31. Dezember 2025

Youtube-Kanal „Menschen und Muster“, Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) | Jens Beckert

Wie beeinflussen unsere Vorstellungen von morgen, was wir heute tun? Jens Beckert, Direktor des MPIfG, zeigt in Imaginierte Zukunft, wie kollektive Zukunftsbilder den Kapitalismus antreiben. Seine Kernthese: Moderne Gesellschaften verstehen Zukunft als offen und ungewiss. Dennoch müssen wir täglich Entscheidungen treffen, ohne zu wissen, was kommt. Also entwerfen wir gemeinsame Narrative über mögliche Entwicklungen. Kredite, Innovationen, Investitionen basieren auf solchen gesellschaftlich geteilten Vorstellungen über potenzielle Gewinne oder Verluste. Beckert nennt sie „fiktionale Erwartungen“ oder „imaginierte Zukünfte“. Entscheidend ist das Konzept der „Performativität“: Wenn genug Menschen an dieselbe Zukunft glauben und danach handeln, wird diese Zukunft real. Der Beitrag von „Menschen & Muster“ zeigt dies an konkreten Beispielen: wie Mario Draghis berühmte Worte „Whatever it takes“ 2008 die Finanzmärkte stabilisierten oder warum Start-ups ohne fertiges Produkt Millionen einsammeln.
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