Nachrichten und Pressemeldungen

Sören Altstaedt und Franziska Wiest, beide am MPIfG tätig, sind mit dem Dissertationspreis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand am 30. September 2026 im Rahmen der Mitgliederversammlung der Fachgesellschaft statt. Die mit je 1.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt herausragende soziologische Qualifikationsarbeiten.

Carola Westermeier hat eine Professur für Wirtschaftssoziologie an der Philipps-Universität Marburg übernommen. Westermeier wurde im April 2025 Leiterin der Lise-Meitner-Forschungsgruppe „Technologie und Souveränität“, die an der Schnittstelle von Wirtschaftssoziologie, internationaler politischer Ökonomie und kritischer Sicherheitsforschung angesiedelt ist. Sie wird dem Institut bis 2028 weiterhin als assoziiertes Mitglied angehören und auch affiliiertes Faculty-Mitglied der IMPRS-SPCE bleiben.

Max Willems hat seine Dissertation „Pricing Power: The Political Economy of Renewable Energy Transitions in Europe“ an der Universität Duisburg-Essen verteidigt. Die Arbeit fragt, wer durch die Dekarbonisierung gewinnt, wer verliert – und warum.

Am 29. September hat Pauline Kohlhase ihre Dissertation „Gendering Growth Models – Care Formalization, Female Employment and Demand Formation“ an der Universität zu Köln verteidigt. Die Arbeit untersucht, wie der Rückgang des männlichen Alleinverdienermodells, die zunehmende weibliche Erwerbstätigkeit und die seit den 1990er-Jahren fortschreitende Formalisierung von Care-Arbeit nationale Wachstumsmodelle in entwickelten kapitalistischen Volkswirtschaften verändert haben.

Die Verträge von Pálma Polyák und Erik Neimanns aus dem Forschungsbereich „Politische Ökonomie“ wurden entfristet und bieten ihnen damit langfristige Perspektiven inklusive Habilitationsmöglichkeit. Beide Forschende befassen sich schwerpunktmäßig mit vergleichender politischer Ökonomie und Wachstumsmodellen. Dabei untersucht Polyák vor allem fiskalische Austerität, während Neimanns Bildungs- und Wohlfahrtsstaatsreformen in den Blick nimmt.

Zum 1. September hat Camilla Locatelli das MPIfG verlassen und ist als Postdoktorandin an das Max-Weber-Institut für Soziologie der Universität Heidelberg gewechselt. Dort ist sie Teil des Teams des ERC-Projekts „SOCDEBT“ unter der Leitung von Nora Waitkus, Professorin für Sozialstrukturanalyse. Das vom Europäischen Forschungsrat geförderte Projekt untersucht die private Verschuldung in Europa im Ländervergleich.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wissenschaft im Rathaus“ hat Erik Neimanns am 7. September einen Vortrag im Kölner Rathaus gehalten. Unter dem Titel „Kinderbetreuung zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ stellte Neimanns eine gemeinsam mit Antonella Faggin verfasste, vom Deutschen Institut für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS) geförderte Studie zu den anhaltenden Zugangshürden bei der Kita- und Ganztagsbetreuung vor.

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