Gerechte Kostenverteilung bei der Energiewende

17. September 2026

detektor.fm, Podcast „Forschungsquartett“ | Max Willems

Strom gilt als Marktprodukt. Tatsächlich ist Strompreisbildung vor allem Politik. Den größten Teil der Verbraucherrechnung machen nicht die Erzeugungskosten aus, sondern Netzentgelte, Steuern und Umlagen, die allesamt politisch steuerbar sind. Im Podcast „Forschungsquartett“ von detektor.fm erklärt Max Willems, Doktorand am MPIfG, warum das so ist und wen es trifft. „Strombepreisung ist ein sehr politisch geprägtes Feld“, sagt Willems. In Deutschland und anderen europäischen Ländern zahlen Haushalte deutlich mehr als die Industrie, die von Umlagen für erneuerbare Energien lange ausgenommen war. Private Haushalte haben die Energiewende damit anteilig für die Industrie mitfinanziert. Willems zeigt, wie das fairer gestaltet werden könnte: von Steuererleichterungen auf Strom bis zu einer stärkeren staatlichen Beteiligung an der Energieversorgung. Wie die Lasten verteilt werden, entscheidet darüber, ob die Energiewende gesellschaftlich trägt.
Podcast hören

Weitere interessante Beiträge

Zur Redakteursansicht