Finnen mögen Millionäre
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung | Hanna Kuusela
In Finnland wächst die wirtschaftliche Ungleichheit, und die Sympathie für Reiche gleich mit. Wie das zusammenpasst, untersucht die Soziologin Hanna Kuusela, die derzeit als Gastwissenschaftlerin am MPIfG forscht. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erklärt sie, wie sich das Bild der Wohlhabenden in Finnland gewandelt hat: Wo früher Debatten über Umverteilung dominierten, gelten Reiche heute als Unternehmer, die Arbeitsplätze schaffen und Kapital im Land halten. Kuusela spricht von einer „Krise des Umverteilungs-Ethos“ und macht Lobbyismus dafür verantwortlich. Warum diese Botschaft auf so offene Ohren stieß, ist die Frage, der sie als Nächstes nachgehen will.
Erschienen in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 19. Juli 2026, S. 23











