Der erschöpfte Staat: Eine andere Geschichte des Neoliberalismus

Ariane Leendertz

17. Oktober 2022

MPIfG Buch

original

Hamburg: Hamburger Edition
480 Seiten
ISBN 978-3-86854-365-0

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Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts hat sich die Rolle des Staates in den westlichen Demokratien tiefgreifend verändert. Besonders einflussreich waren dabei neoliberale Ideen und Konzepte, die staatliche Interventionen reduzieren und Marktkräfte fördern sollten. Ariane Leendertz stellt die USA in den Mittelpunkt und zeichnet nach, wie dort seit den 1960er-Jahren die Überzeugung erodierte, mithilfe des Staates gesellschaftliche Probleme lösen zu können. Das Buch verfolgt die Erschöpfung problemlösender Politik in den zeitgenössischen sozialwissenschaftlichen Diskussionen und in der konkreten politischen Praxis der 1970er-, 1980er- und 1990er-Jahre. Der politischen Problemlösung brachen seit 1970 die theoretischen Grundlagen weg. Mit Ronald Reagans Wahlsieg trug die Lobbyarbeit neoliberaler Netzwerke Früchte. Im Politikfeld der Urban Policy gelang seiner Regierung eine institutionelle Revolution, die sein Nachfolger Bill Clinton nicht revidieren konnte und wollte.


Inhalt

Einleitung

1   Der Staat und die Urban Crisis

2   Die Entdeckung sozialer Komplexität

3   Komplexität und Regierbarkeit

4   Urban Policy und Urban Crisis in den 1970er Jahren

5   National Urban Policy

6   Institutionelle Weichenstellungen unter Ronald Reagan

7   Die neue Philosophie der Urban Policy

8   New Public Management und der Boom der 1990er Jahre

Fazit


Autorin

Ariane Leendertz

Ariane Leendertz, PD Dr., ist Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München. Zuvor war sie Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln.

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