„Die reichsten Deutschen sind unsichtbar“
der Freitag, Hanna Israel | Interview mit Emma Ischinsky
Über Bürgergeldempfänger wird in Deutschland ständig gestritten, über Milliardäre kaum. Fast ein Viertel der 500 reichsten Deutschen taucht über 23 Jahre in keiner Zeitung auf. Emma Ischinsky, Soziologin am MPIfG, erklärt im Freitag-Interview, warum: Wer unsichtbar bleibt, muss sich für seine Privilegien nicht rechtfertigen. Reiche sichern dieses Schweigen durch Anwälte, Medienstrategien und ihr Informationsmonopol über die eigene Geschichte. So bleibt unklar, woher ihr Vermögen tatsächlich stammt. Die Folgen reichen bis in die Steuerpolitik. Wer glaubt, Reiche hätten ihr Vermögen selbst erarbeitet, lehnt eine höhere Vermögenssteuer eher ab.
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