Nein, Blackrock interessiert sich nicht für die Arbeitenden
Surplus – Das Wirtschaftsmagazin | Beitrag von Dustin Voss
Larry Fink, Chef des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock, tritt in seinem jüngsten Brief an die Investoren als Anwalt der arbeitenden Klasse auf. Kapitalmärkte, so sein Versprechen, sollen auch normalen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen. Dustin Voss, ehemaliger MPIfG-Forscher, nimmt dieses Versprechen ernst und prüft es an einem konkreten Fall: dem Streit um die Dauer von Aufsichtsratsmandaten in deutschen Großunternehmen. Das Ergebnis ist eindeutig. Blackrock und andere internationale Investoren haben sich dafür eingesetzt, die Amtszeiten zu verkürzen und damit die Kontrolle der Aktionäre zu stärken – auf Kosten der Mitbestimmung. Nur eine ungewöhnliche Koalition aus Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden und Banken konnte den Vorstoß abwehren. Voss zeigt, dass starke Institutionen vor der Macht der Finanzmärkte schützen können. Aber wie lange noch?
Artikel lesen











