Die unsichtbare Hand des Staates: Der Einsatz nationaler Entwicklungsbanken zur Durchsetzung von Wachstumsstrategien

Marco Oberti

Der moderne Kapitalismus setzt der Fähigkeit des Staates Grenzen, Unternehmensakteure zu einem gewünschten politischen Verhalten anzuhalten. Aber wie steuern Staaten gegen solche Tendenzen und wie nutzen sie die verschiedenen Interventionsmöglichkeiten, um eine gewünschte Wachstumsstrategie zu implementieren? Das Dissertationsprojekt untersucht auf der Basis von Archiv- und Interviewdaten, wie die nationalen Entwicklungsbanken in Italien, Deutschland und Frankreich als Instrumente der Staaten eingesetzt werden, um Wachstumsstrategien durchzusetzen und in „Kernsektoren“ zu intervenieren. Aufbauend auf der Analyse der Kriterien nach denen Entwicklungsbanken Kernsektoren definieren, versucht die Studie zu analysieren, wie nationale Interaktionsmuster zwischen Geschäfts- und Entwicklungsbanken über die Nutzung verschiedener Interventionsmittel (z.B. Anteilseinkauf ./. Weiterverleih) mit jeweils unterschiedlichen Konsequenzen entscheiden. Ein weiteres Ziel des Projekts ist herauszufinden, ob Wahlpolitik einen förderlichen oder hinderlichen Einfluss auf die Aktivität von Entwicklungsbanken hat. Projektdauer: Oktober 2021 bis März 2025.

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