Wissenschaftliche Politikberatung

Gelegentliche Ausflüge in die Beratung politischer Entscheidungsträger haben mich skeptisch gemacht – skeptisch gegenüber der Fähigkeit des Beraters, nützlich zu sein, ebenso wie gegenüber der Fähigkeit des Beratenen, das Angebotene zu nutzen. Nicht alle diese Ausflüge haben in meinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen Spuren hinterlassen. Die hier versammelten Beiträge erläutern und begründen diese Skepsis. Hinter ihnen steht die Einsicht, dass die soziale Welt eine subjektive ist, die sich dagegen wehren kann, zwecks wissenschaftlicher Analyse objektiviert und mit deren Hilfe erklärt zu werden. Soziale Akteure haben Intention und Willen; sie handeln aus Gründen, nicht als Wirkung von Ursachen; und sie können sich gegen eine Theorie entscheiden, indem sie sie in der Praxis widerlegen. Erfahrene Empfänger von wissenschaftlichem Rat wissen das und folgen am Ende eher der praktischen Erfahrung und der sozialen Einfühlung in die komplexen Besonderheiten des Einzelfalls als der Theorie.

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