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Technologie und Staatlichkeit

Forschungsgruppe

Regine Paul

Die Forschungsgruppe „Technologie und Staatlichkeit“ beschäftigt sich mit Staatlichkeit in globalen Technologiewettläufen über Zeit, Raum und verschiedene Technologien hinweg. Die Arbeit der Gruppe orientiert sich dabei an drei forschungsleitenden Ideen: (1) Staaten prägen Technologiewettläufe institutionell und diskursiv entscheidend mit, indem sie in ihren Projekten zur Wettbewerbsfähigkeit die vielfältigen und widersprüchlichen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Rationalitäten verhandeln; (2) Technologien sind nicht neutral, sondern strukturieren staatliche Handlungsmöglichkeiten durch eingebaute technologische Möglichkeiten und Politiken mit; und (3) koloniale Machtverhältnisse und Hierarchien im globalen Kapitalismus verbinden empirisch spezifische Ausprägungen von technologischer Wettbewerbsstaatlichkeit  über Raum und Zeit hinweg. 

Von besonderem empirischem Interesse sind die Gestaltung von und mit Technologien der Künstlichen Intelligenz, Quantencomputing, digitalen Zwillingen und Biotechnologien zur Wiedererweckung ausgestorbener Arten in postkolonialen Kontexten (wie Brasilien, Indien oder Kenia), aber auch weniger erforschten Teilen Europas. Die Gruppe befindet sich derzeit im Aufbau und startet im Oktober 2026.

 

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