Forschung am MPIfG
Im Mittelpunkt der Forschung am MPIfG stehen die Wechselbeziehungen zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Ziel ist, wirtschaftliche Dynamiken und gesellschaftliche Entwicklungen im Ganzen zu erkennen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Kapitalismus als historisch bedingter soziopolitischer Ordnung. Besonderes Interesse gilt seiner Instabilität, aber auch den vielfältigen Herausforderungen für die Gesellschaft und die Prozesse der demokratischen Politik, die durch diese Instabilität entstehen.
Das Institut setzt auf eine enge Verzahnung von Wirtschaftssoziologie und Politischer Ökonomie. Während die Politische Ökonomie vorrangig Phänomene auf der Makroebene zu erklären sucht, liegt die spezielle Stärke der Wirtschaftssoziologie in ihrer Ausrichtung auf die Mikroebene gesellschaftlicher Interaktionen in der Wirtschaft. Dies bedeutet, auch der Frage der Bildung von Präferenzen nachzugehen sowie die Rolle von Erwartungen in ihren sozialen Kontexten zu untersuchen. Eine besondere Bedeutung für die Forschung am MPIfG hat die Untersuchung von Institutionen und ihrem Wandel. Die Verzahnung von Wirtschaftssoziologie und Politischer Ökonomie erfordert, die Interaktionen von Akteuren als eingebettet in soziale, kulturelle und politische Kräftefelder zu verstehen.


