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 MPIfG Books

 

 


Wolfgang Streeck
 
Gekaufte Zeit
Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus
 
Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2012
Berlin: Suhrkamp, 2013
271 Seiten | ISBN 978-3-518-58592-4 | 24,95 Euro
 
Buch beim Verlag bestellen: www.suhrkamp.de
Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2013 in der Kategorie Sachbuch/Essayistik

 
Gekaufte Zeit in der öffentlichen Diskussion

 

 

Zusammenfassung | Inhalt | Autor | Leseprobe | Hörprobe | Rezensionen | Ausgaben in weiteren Sprachen


 

 

Zusammenfassung


 
Die Krise hält uns in Atem und erzeugt zugleich ein diffuses Gefühl der Ratlosigkeit. Auf schier unüberschaubare Problemlagen folgen Maßnahmen, die wie Notoperationen am offenen Herzen der westlichen Welt wirken – durchgeführt ohne Kenntnis der Krankengeschichte. So ernst die Lage ist, so wenig scheinen wir zu verstehen, was genau vor sich geht. Und wie es dazu kommen konnte.
 
Wolfgang Streeck legt in seiner Frankfurter Adorno-Vorlesung die Wurzeln der gegenwärtigen Finanz-, Fiskal- und Wirtschaftskrise frei, indem er sie als Moment der langen neoliberalen Transformation des Nachkriegskapitalismus beschreibt, die bereits in den 1970er-Jahren begann. Im Anschluss an die Krisentheorien der damaligen Zeit analysiert er, wie sich die Spannung zwischen Demokratie und Kapitalismus über vier Jahrzehnte entfaltet hat und welche Konflikte daraus zwischen Staaten, Regierungen, Wählern und Kapitalinteressen resultierten. Schließlich beleuchtet er den Umbau des europäischen Staatensystems vom Steuer- über den Schulden- zum Konsolidierungsstaat und fragt nach den Aussichten für eine Wiederherstellung sozialer und wirtschaftlicher Stabilität.
 
Gekaufte Zeit zeigt, dass der gegenwärtigen Situation etwas zugrunde liegt, das uns tief beunruhigen sollte: die Transformation des Verhältnisses von Demokratie und Kapitalismus.
 

 

Inhalt


 
Einleitung: Krisentheorie – damals, heute
 
I. Von der Legitimationskrise zur Fiskalkrise
 
II. Neoliberale Reform: Vom Steuerstaat zum Schuldenstaat
 
III. Die Politik des Konsolidierungsstaates: Neoliberalismus in Europa
 
Schluss: Was als Nächstes?
 

 

Autor


 
Wolfgang Streeck, geboren 1946, ist Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln sowie Professor für Soziologie an der Universität zu Köln. Zuvor war er, nach Stationen in Frankfurt/M., New York, Münster und Berlin, Professor für Soziologie und Industrielle Beziehungen an der Universität von Wisconsin in Madison. Wolfgang Streeck ist unter anderem Honorary Fellow der Society for the Advancement of Socio-Economics sowie Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Academia Europaea.
 

 

Rezensionen


 
"Wenn Kapitalismus und Demokratie sich trennen müssen"
Deutschlandradio Kultur, Radiofeuilleton: Kritik | 4.3.2013, Liane von Billerbeck
 
"Gekaufte Zeit: Krise? Verschieben!"
Die Zeit online | 7.3.2013, Christoph Möllers
 
"Krise: Wie der Kapitalismus die Demokratie zerstört"
Frankfurter Rundschau, Kultur: Interview | 11.3.2013, Michael Hesse
 
"Wir haben eine Diktatur der Finanzmärkte"
Tagesanzeiger (CH), Kultur: Interview | 12.3.2013, Martin Ebel
 
"Die Litanei vom Schicksal"
Der Tagesspiegel, Kultur: Essay | 12.3.2013, Gregor Dotzauer
 
"Das Stunden der Krisen ist vorbei"
diesseits, Kultur: Kritik | 13.3.2013, Michael Knoll
 
"Rückverwandlung der Milchkühe in Raubtiere"
Berliner Zeitung, Kultur: Interview | 13.3.2013, Michael Hesse
 
"Kapitalismus zerstört Demokratie"
Kölner Stadt-Anzeiger, Politik: Interview | 15.3.2013, Michael Hesse
 
"Macht neben dem Souverän"
taz - die tageszeitung, Politisches Buch: Essay | 15.3.2013, Steffen Vogel
 
"Die Finanzminister mussten jemanden im Süden bluten lassen"
Falter, Politisches Buch: Interview | 27.3.2013, Wolfgang Zwander
 
"Kapitalismus und Demokratie gehen auseinander"
Südwest Presse, Politisches Buch: Essay | 8.4.2013
 
"Liberalismus wankt"
junge Welt, Politisches Buch: Rezension | 16.4.2013, Kurt Darsow
 
"Wenn politische Beschlüsse durch weltweite Marktwirtschaft ersetzt werden"
Deutschlandfunk, Andruck: Rezension | 22.4.2013, Gerhard Klas
 
"Im Bann der Falschheit: Wolfgang Streecks Wiederaufnahme der Kapitalismuskritik"
theorieblog.de: Rezension | 17.5.2013, Alban Werner
 
"Die kalten Augen Europas"
Der Tagesspiegel: Rezension | 4.6.2013, Hans Monath
 
"Die Krise der Demokratie"
dradio Kultur, Lesart: Rezension | 9.6.2013, Paul Stänner
 
"Demokratie oder Kapitalismus, das ist hier die Frage"
Falter: Rezension | 19.6.2013, Markus Marterbauer
 
"Alleine ist man weniger zusammen"
The European: Rezension | 22.6.2013, Björn Hacker
 
"Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung"
Gesellschaft im Neoliberalismus Nr. 29 und kritisch-lesen.de | 2.7.2013, Ingo Stützle
 
"Wie der Kapitalismus die Demokratie zerstört"
Deutschlandfunk, Büchermarkt | 17.7.2013, Hans-Martin Schönherr-Mann
 
"Was nun, Europa? Zu einer politisch-ökonomischen Kontroverse im fünften Jahr der Schuldenkrise"
Braunschweig Spiegel | 21.7.2013, Ingeborg Gerlach
 
"Vanity and Venality"
London Review of Books | 29.8.2013, Susan Watkins
 
"Warum tranken die Pferde nicht?"
Frankfurter Allgemeine Zeitung | 25.9.2013, Christoph Deutschmann
 
"Hydraulik der Macht, komplexe Krisen"
Der Standard, Album | 28.12.2013, Bert Rebhandl
 
"Kauft der Kapitalismus Zeit?"
Fazit – das Wirtschaftsblog | 28.7.2014, Malte Faber und Thomas Petersen
 
"W. Streeck: Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus" - Rezension
Soziologiemagazin – Wissenschaftsblog | 1.8.2014, Julia Hofmann
 
"Vers la postdémocratie?"
Le Monde | 09.10.2014, Nicolas Weill
 
"Zur Verteidigung des Nationalstaates – aus konservativer und aus kapitalismuskritischer Perspektive: Wolfgang Streeck und Roger Scruton"
DIE FREIE WELT – Die Internet- & Blogzeitung für die Zivilgesellschaft | 21.12. 2014, Prof. Dr. Ronald G. Asch
 

 

Ausgaben in weiteren Sprachen


 
Gekaufte Zeit ist bisher auch auf Englisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Portugiesisch und Schwedisch erschienen. Links zu diesen Ausgaben finden Sie auf Wolfgang Streecks Profilseite.
 

 

 

 
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