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 MPIfG Books

 

 
  Armin Schäfer
Die neue Unverbindlichkeit:
Wirtschaftspolitische Koordinierung in Europa

 
Schriften des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung,
Bd. 55
 

Frankfurt a.M.: Campus, 2005
259 Seiten | ISBN 3-593-37880-9
32,90 € | SFr 57,00
Buch beim Verlag bestellen: www.campus.de
 
Einleitung [PDF]
"Europa zwischen Einheit und Zwietracht"
Armin Schäfer, Max Planck Forschung 3/2005

 

 

Abstract | Inhalt | Autor


 

 

Abstract


 
Seit der Europäischen Währungsunion verfügt die Europäische Union über wirtschaftspolitische Kompetenzen, die bisher den Nationalstaaten vorbehalten waren. Der neu gewonnenen geldpolitischen Entscheidungsmacht der EU steht jedoch die nationale Souveränität in Fragen der Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik gegenüber. Um Konflikte zwischen der EU und den einzelnen Ländern zu vermeiden, greifen die EU-Staaten auf Koordinierungsformen zurück, die im Internationalen Währungsfonds und der OECD seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt werden. Bekanntestes Beispiel dafür ist die so genannte "Offene Methode der Koordinierung". Sie gilt als zukunftsweisendes politisches Instrument. Armin Schäfer widerlegt jedoch die optimistischen Erwartungen. Er zeigt vielmehr, dass eine solche weiche Form der Koordinierung, die letztlich lediglich auf dem Mangel an inhaltlicher Übereinstimmung basiert, den Mitgliedstaaten eine neue Unverbindlichkeit ermöglicht und den Regierungen keinerlei Verpflichtungen auferlegt.
 

 

Inhalt


 
Kapitel 1
Einleitung
1.1
1.2
1.3
Der historische und internationale Vergleich
Überblick über den Aufbau des Buches
Begriffe und Definitionen
   
Kapitel 2
Eine intergouvernementale Sicht internationaler Kooperation: Theoretische Einordnung
2.1
2.2
2.3
2.1 Integration und Europäisierung
2.2 Theorien internationaler Regime
2.3 Politik auf zwei Ebenen
   
Kapitel 3
Der gemeinsame Ursprung von IMF, OECD und EU in der Nachkriegszeit
3.1
3.2
3.3
3.4
Auf der Suche nach einer stabilen Nachkriegsordnung: Bretton Woods
Der Weg aus der wirtschaftspolitischen Sackgasse:
Der Marshall-Plan
Interessen, nicht Ideen: Der Weg zum Schuman-Plan
Die Bedeutung historischer Sequenzen für die formative Phase der Nachkriegszeit
   
Kapitel 4
Drei Organisationen suchen eine Aufgabe: Der Beginn weicher Koordinierung
4.1
4.2
4.3
4.4
Von der OEEC zur OECD
Von der Übergangsregel zur Kernkompetenz: Die multilaterale Überwachung des Internationalen Währungsfonds
Gemeinschaftliche Ziele, nationale Entscheidungen:
Die Europäische Union
Schlussfolgerung
   
Kapitel 5
Beobachten, ohne entscheiden zu können: Multilaterale Überwachung im Vergleich
5.1
5.2
5.3
Politikkoordinierung in der Praxis
Ein Modell multilateraler Überwachung
Unterschiede jenseits der Gemeinsamkeiten
   
Kapitel 6
Die Veröffentlichungen von IWF, OECD und EU: Redundanz, Widersprüche, Komplementarität?
6.1
6.2
6.3
6.4
Evaluation der Mitgliedstaaten: OECD- und IWF-Länderberichte
Rückblick, Prognose und Empfehlungen: Regionale Überwachung
Drei Organisationen, drei Meinungen?
Unoriginell und unerlässlich
   
Kapitel 7
Die politische Ökonomie wirtschaftspolitischer Koordinierung in der EU
7.1
7.2
7.3
7.4
7.5
Die Wirtschafts- und Währungsunion
Institutionalisierte Zusammenarbeit seit Maastricht
Wozu wirtschaftspolitische Koordinierung?
Widersprüche wirtschaftspolitischer Koordinierung
Schlussfolgerungen
   
Kapitel 8
Zwischen internationalen Zielen und nationalen Entscheidungen
8.1
8.2
8.3
8.4
Drei Vergleiche
Der diskrete Charme neovoluntaristischer Politik
Schlussfolgerungen
Ausblick: Nach der Erweiterung

 

 

Autor


 
Dr. Armin Schäfer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln.
 
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