In diesem Buch geht es um die Frage, ob und wie sich aus im Wesentlichen
qualitativen empirischen Studien über soziale und politische Makrophänomene
– zum Beispiel den Institutionenwandel im Gesundheitssystem, einen
sozialpolitischen Entscheidungsprozess oder die Entwicklung internationaler
Organisationen – theoretische Schlussfolgerungen ziehen lassen, die über
diese konkreten Fälle hinausreichen. Die "Theoriefähigkeit" makro-sozialer
Analysen war Gegenstand einer Vorlesungsreihe international renommierter
Historiker, Wissenschaftstheoretiker und Sozialwissenschaftler am MPIfG in
den Jahren 2000 und 2001. Die überarbeiteten Vorträge werden von der
Herausgeberin einleitend zu einem Argument zusammengefasst, das die
Ausgangsfrage beantwortet.
Renate Mayntz war Gründungsdirektorin des Max-Planck-Instituts für
Gesellschaftsforschung, Köln, und ist heute emeritiertes wissenschaftliches
Mitglied am gleichen Institut.