Institut

Das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung ist eine Einrichtung der Spitzenforschung in den Sozialwissenschaften. Es betreibt anwendungsoffene Grundlagenforschung mit dem Ziel einer empirisch fundierten Theorie der sozialen und politischen Grundlagen moderner Wirtschaftsordnungen. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen ökonomischem, sozialem und politischem Handeln. Mit einem vornehmlich institutionellen Ansatz wird erforscht, wie Märkte und Wirtschaftsorganisationen in historisch-institutionelle, politische und kulturelle Zusammenhänge eingebettet sind, wie sie entstehen und wie sich ihre gesellschaftlichen Kontexte verändern. Das Institut schlägt eine Brücke zwischen Theorie und Politik und leistet einen Beitrag zur politischen Diskussion über zentrale Fragen moderner Gesellschaften.

Wer stellt die Forschungsfragen des MPIfG?

Die Direktoren am MPIfG entscheiden über das Forschungsprogramm des Instituts. Sie sind innerhalb eines von der Max-Planck-Gesellschaft festgelegten Rahmens bei der Auswahl und Verwirklichung ihrer Forschungsvorhaben frei und unabhängig. Zwischen vierzig und fünfzig am MPIfG beschäftigte wissenschaftliche Mitarbeiter, Doktoranden, Stipendiaten, Gastwissenschaftler und Projektmitarbeiter sind in oft international zusammengesetzten Forscherteams tätig. Sie sind in die Forschungsplanung einbezogen und entwickeln in deren Rahmen eigene Projekte. Das MPIfG betreibt keine Auftragsforschung.

Forschen ist Dialog

Das MPIfG betrachtet internationale Zusammenarbeit als die aussichtsreichste organisatorische Form vergleichender Forschung. Zahlreiche Gastwissenschaftler bereichern das Forschungsprogramm. Das MPIfG ist Teil eines weltweiten Netzwerkes von Forschungsinstitutionen und Wissenschaftlern in den Sozialwissenschaften. Es unterhält enge Kooperationsbeziehungen zu einer Reihe von Instituten mit vergleichbaren Forschungsschwerpunkten.

Nachwuchswissenschaftler bereichern die Forschung

Wichtiger Bestandteil der wissenschaftlichen Arbeit am MPIfG sind die Forschungsprojekte junger Doktorandinnen und Doktoranden der International Max Planck Research School on the Social and Political Constitution of the Economy (IMPRS-SPCE). Die Doktorandenschule verbindet Wirtschaftssoziologie und politische Ökonomie mit Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Organisationsforschung. Im Rahmen eines strukturierten, interdisziplinären Programms und unter exzellenten Forschungsbedingungen bereitet sie besonders begabte deutsche und ausländische Nachwuchswissenschaftler auf die Promotion vor. Das Gros der Absolventinnen und Absolventen der IMPRS-SPCE lehrt und forscht heute an Universitäten im In- und Ausland. Andere arbeiten für Wirtschaftsunternehmen, für Politik- und Wirtschaftsverbände oder für internationale Organisationen. Träger der IMPRS-SPCE sind das MPIfG und die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln.

Wer bewertet die Arbeit des Instituts?

Der Fachbeirat des MPIfG, eine international besetzte, unabhängige wissenschaftliche Evaluierungskommission, begutachtet die Forschungsarbeit und ihre Ergebnisse alle zwei Jahre. Er berät die Direktoren bei der Planung neuer Forschungsschwerpunkte. Die Verbindung zur Öffentlichkeit sichert ein Kuratorium mit Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Medien.

Forschungsergebnisse - sichtbar für alle

Auf seiner Website www.mpifg.de informiert das Institut über seine aktuellen Forschungsprojekte und stellt die am Institut arbeitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor. Ferner finden sich dort Nachrichten, Hinweise auf Veranstaltungen und Ausschreibungen. Ein großer Bereich der Website ist den Veröffentlichungen des Instituts gewidmet. Alle aktuellen Publikationen und die der vergangenen Jahre sind hier verzeichnet und werden zu einem großen Teil als frei abrufbare Dokumente angeboten. Das Institut gibt vier Publikationsreihen heraus:
  • MPIfG Bücher sind Monographien, die sich an ein breites Fachpublikum wenden;
  • MPIfG Discussion Papers sind Aufsätze aus laufenden Projekten oder von Gastwissenschaftlern, die in der Regel später in Fachzeitschriften veröffentlicht werden;
  • In der Reihe MPIfG Journal Articles erscheinen Aufsätze von Wissenschaftlern des MPIfG online, die zuvor in wissenschaftlichen Fachzeitschriften mit Peer-Review-Verfahren veröffentlicht wurden.

Ein Jahrbuch, Informationsmaterialien, Praktiker-Workshops und Angebote für Journalisten geben einem breiteren Fachpublikum Einblick in die Forschungsarbeit des Instituts. Mit öffentlichen Vortragsreihen und Exkursionstagen für Schulklassen sowie einer jährlichen Kunstausstellung öffnet sich das MPIfG auch einem breiteren, nichtfachlichen Publikum.

Zahlen und Daten

Das MPIfG wurde 1985 unter Leitung von Renate Mayntz gegründet. Es gehört zu den kleineren der etwa achtzig Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), die vor allem in den Natur-, aber auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften Grundlagenforschung betreibt. Mit einem Jahresetat von derzeit 1,4 Milliarden Euro gehört die Max-Planck-Gesellschaft zu den größten außeruniversitären Forschungsorganisationen Deutschlands. Die MPG finanziert sich zu etwa achtzig Prozent aus öffentlichen Mitteln von Bund und Ländern. Dazu kommen Einnahmen aus Mitgliedschaftsbeiträgen, Spenden, Projektförderung und eigenen Erträgen. Der Jahresetat des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung liegt derzeit bei 4,4 Millionen Euro.
 
Das Institut hat 31 Planstellen für wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Beschäftigte sowie Fördermittel für etwa 25 Doktoranden und Postdoktoranden. Weitere Stellen werden über Sonderprogramme des Bundes, der EU und anderer Projektträger und durch Projektmittel finanziert.
 
Das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung hat eine eigene Bibliothek mit etwa 260.000 Titeln (Monographie- und Aufsatzliteratur) und 180 Fachzeitschriften. Elektronische Recherchemöglichkeiten in den Beständen der Institutsbibliothek und in externen Literaturdatenbanken ergänzen das Angebot. Eine leistungsfähige Infrastruktur liefert die Arbeitsmittel für Forschung und Organisation und sichert die internationale Konnektivität. Das MPIfG bietet drei Lehrstellen für Auszubildende in den Bereichen Bürokommunikation und EDV.


Ansprechpartnerin für Medien und Öffentlichkeitsarbeit ist
 
Christel Schommertz
Tel. 0221 2767-130

 
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MPIfG - Institut | http://www.mpifg.de/institut/institut_de.asp [Zuletzt geändert am 10.11.2014 18:26]