Das MPIfG in den Medien

Eine Auswahl von Artikeln der vergangenen sechs Monate.
 


 

Wie kommt das Geld in die Welt?

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 07.10.2018 | S. 35, Benjamin Braun

Kaum jemand versteht das Geldsystem. Das liegt auch an den Notenbanken selbst, schreibt MPIfG-Wissenschaftler Benjamin Braun in seinem Beirtag für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Denn in einem modernen Finanzsystem ist die Fähigkeit der Zentralbanken zur Kontrolle der Geldschöpfung keineswegs garantiert.


 

"Die meisten Prognosen sind falsch"

Kölner Stadt-Anzeiger, 18.09.2018 | S. 12, Michael Hesse

Lässt sich das Bild vom Homo Oeconomicus angesichts der Offenheit der Zukunft noch aufrecht erhalten? Nein, sagt MPIfG-Direktor Jens Beckert im Gespräch mit dem Kölner Stadt-Anzeiger: "Wenn es keine Möglichkeit gibt, Zukunft vorherzusagen, dann gibt es in vielen Entscheidungssituationen auch keine Möglichkeit, rational im Sinne der ökonomischen Theorie zu handeln. (…) Der Begriff der fiktionalen Erwartungen ist ein Gegenbegriff zur Theorie rationaler Erwartungen in der Ökonomie."



 

Deutschlands stilles Rebalancing

Makronom (Blog), 11.09.2018 | Donato Di Carlo

Seit Jahren wird Deutschland für seine hohen Leistungsbilanz- und Haushaltsüberschüsse kritisiert. Allerdings wird dabei oft übersehen, dass Europas größte Volkswirtschaft bereits wichtige Schritte unternommen hat, um gegen bestehende Ungleichgewichte anzugehen - und dass Deutschland nicht der "fixer of last resort" für die Währungsunion sein kann. Ein Beitrag von Donato Di Carlo, Doktorand an der IMPRS-SPCE.
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Jedem sein Häuschen

www.faz.net, 31.08.2018 | Fazit - das Wirtschaftsblog, Gerd Braunberger, Jürgen Knaube

Das Eigentum an Immobilien nimmt in fast allen Ländern zu. Und fast alle Parteien finden Subventionen für Hausbesitzer gut. Zugleich sind mit der Finanzkrise von 2008 aber zum ersten Mal der Immobilienmarkt und seine Förderung zu einem Faktor volks-, ja weltwirtschaftlicher Instabilität geworden. Wie es dazu kam, dass sich das ursprünglich konservative Ideal des Eigenheims heute über parteigrenzen hinweg nur schwer aus den Programmen wegdenken lässt, zeigt MPIfG-Wissenschaftler Sebastian Kohl in seiner Studie "A Small History of the Homeownership Ideal".
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"Die Zukunft offen halten"

www.mpg.de, 30.08.2018 | Ralf Grötker

Seit jeher versuchen Menschen, die Zukunft vorherzusehen. Heute scheinen die Bedingungen für verlässliche Vorhersagen dank großer Datenbanken und computergestützter Auswertung besser denn je. Dennoch liegen Prognosen immer wieder dramatisch daneben. "In manchen Gebieten, so zum Beispiel auch bei den Finanzmärkten, kommt hinzu, dass Prognosen den Effekt von selbsterfüllenden Prophezeiungen haben", erörtert Akos Rona-Tas, MPIfG Scholar in Residence 2018, im Interview.
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Wie sich die Mietpreisexplosion bremsen lässt

Handelsblatt, 27.08.2018 | Nr. 164, S. 12, Norbert Häring

Hohe Wohnkosten sind zum Politikum geworden. Die Entscheider sind ratlos. Sebastian Kohl, wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPIfG, zeigt in mehreren Studien eine umgekehrt U-förmige Beziehung von Krediten und Bautätigkeit: Erst hängen sie eng zusammen, aber ab einem bestimmten Niveau der Kreditvergabe kommt es nicht mehr zu einer weiteren Ausweitung der Bautätigkeit und schließlich sogar zu einem Rückgang.
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How central bankers shape financial markets

Financial Times Alphaville, 23.08.2018 | Benjamin Braun

"The Jackson Hole conference theme misses half of what's interesting about monetary policy and market structure." In this guest post, Benjamin Braun, a senior researcher at the Max Planck Institute for the Study of Societies in Cologne, argues that central bankers do not simply respond to markets, but actively shape them. This aspect of their power, he suggests, receives too little attention.
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Die Unberechenbarkeit der Märkte

Deutschlandfunk Kultur, 17.08.2018 | Buchkritik, Thorsten Jantschek

"Das Beeindruckende an diesem Buch ist, dass Jens Beckert für jenen Bereich unserer Lebenswelt, von dem wir oft davon ausgehen, dass er am stärksten von instrumenteller Vernunft und rationalem Kalkül geprägt ist, von der Ökonomie also, ein Motiv wiederbelebt, das das ganze menschliche Handeln prägt und strukturiert: radikale Kontingenz, das Leben mit dem Zufälligen und Unvorhersagbaren." Der Kapitalismus bleibe in seinem Wesen unberechenbar.
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Brauchen wir eine Sammlungsbewegung?

Die ZEIT, 16.08.2018 | Nr. 34, S. 2, Colin Crouch

Der Kapitalismus ist global vernetzt, die Linke lokal zersplittert. Trotzdem führen Sahra Wagenknechts Pläne in die falsche Richtung, meint Colin Crouch, Auswärtiges Mitglied am MPIfG. Er spricht sich in seinem Essay dafür aus, einen Schritt zurückzutreten, um den größeren Kontext dieser Herausforderungen zu beleuchten. Er erkennt drei übergreifende Entwicklungen, die traditionelle politische Bündnisse unter Druck setzen und stellt die Frage, wie sich unsere Parteikonzepte, die in vergangenen Gesellschaften wurzeln, an die Zukunft anpassen können?
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Flexibler Ausweg aus dem Dogmenstreit - Gespräch mit dem Sozialwissenschaftler Fritz W. Scharpf

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.08.2018 | Gerald Wagner

Wenn die Antwort auf die Spaltungen in der EU nicht immer nur "Mehr Europa" sein kann, wie lautet sie dann? Ein Gespräch über politische Alternativen und blinde Flecken der Theorie. Fritz W. Scharpf sieht eine theoretisch-politische Symbiose des akademischen Mainstreams der Politikberatung (neoliberal-monetaristisch vs. Neo-/post-keynesianisch) und den realen ökonomischen Strukturen und Interessen in den einzelnen EU-Ländern.
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Wie die Zukunft unsere Gegenwart prägt

Frankfurter Rundschau, 07.08.2018 | S. 15, Hermannus Pfeiffer

Erwartungen, die Unternehmen, Medien und Wissenschaft heute hegen, entscheiden über die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. (...) Dabei ist der Glaube an die Stabilität des Geldsystems grundlegend für den Kapitalismus. Aber hängt dieser von der - eigentlich aberwitzigen - Erwartung ab, dass die an sich wertlosen Papier- und Metallstücke zu einem zukünftigen Zeitpunkt gegen wertvolle Güter eingetauscht werden können. MPIfG-Direktor Jens Beckert blickt in seinem aktuellen Buch aus "einer neuen Perspektive" heraus auf den Kapitalismus.
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Hört auf, Europa als einen Wechselbalg zu behandeln!

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2018 | Feuilleton, S. 9, Wolfgang Streeck

Die großen Themen der Gegenwart, vom Globalismus bis zum Scheitern der Klimaziele, tauchen in der deutschen Diskussion zu selten auf. Was muss eine zur Vernunft gekommene Linke öffentlich zur Sprache bringen? Wolfgang Streeck fordert "Platz für pragmatische Gerechtigkeitspolitik".
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"Imaginierte Zukunft"

Deutschlandfunk, 30.07.2018 | Andruck, Thomas Fromm

Vorhersagen und Visionen sind willkommene Pfeiler zur wirtschaftlichen Orientierung, aber sie können auch in die Irre führen. Das aktuelle Buch von MPIfG-Direktor Jens Beckert macht auf dieses Phänomen aufmerksam und plädiert dafür, Fiktion und Fakten besser zu trennen. Das Fazit von Thomas Fromm: "Menschen, die mit Wirtschaft zu tun haben, sollten das Buch des Soziologen lesen. Die eine oder andere Zukunftsvision werden sie danach vielleicht anders sehen. Menschen, die nicht viel mit Wirtschaft zu tun haben, sollten es ebenfalls lesen. Denn es hilft, auch jene Phänomene der Wirtschaft einzuordnen, die man schon immer eher im Science-Fiction-Bereich verortet hatte."
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Die Zukunft des Kapitalismus - eine Vision

Convoco!, 25.07.2018 | Juli 2018

"Die Dynamik des Kapitalismus beruht auf dem immerwährenden Entstehen des Neuen. Technologische Produktinnovationen, aber auch Prozessinnovationen charakterisieren unsere Wirtschaftsgeschichte während der letzten 200 Jahre. Diese Neuheit ist immer mit Ungewissheit verbunden. Es müssen Entscheidungen in der Gegenwart getroffen werden, deren Ergebnisse wir nicht vorhersehen können. Darin liegen die Chancen, aber auch die Risiken." MPIfG-Direktor Jens Beckert im Gespräch mit Convoco.
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Der letzte Wille

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 15.07.2018 | Nr. 28, S. 61, Gerald Wagner

Welche guten Argumente führen Gegner und Befürworter der Erbschaftsteuer ins Feld? MPIfG-Direktor Jens Beckert und MPIfG-Forschungsassistent Lukas R. Arndt zufolge sehen die Gegner der Erbschaftsteuer in ihr vor allem eine Verletzung des Leistungsprinzips. "Bereicherung gelinge nämlich nur auf Kosten der mittleren und unteren Einkommensschichten, daher sei die nachträgliche Besteuerung der Vermögen nicht nur eine Maßnahme der Umverteilung, sondern geradezu eine der Wiedergutmachung von Schuld."
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Verzerrter Blick auf künftige Lebensläufe

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.07.2018 | S. 14, Wolfgang Krischke

Wird dieser Mensch mal jemanden töten, und wie zuverlässig zahlt er die Miete? Automatisierte Prognosen bieten Antworten. Allerdings haben individuelle Prognosen auf Basis von algorithmischen Systemen nicht nur eine zweifelhafte Treffsicherheit, sie bergen auch die Gefahr, den Einzelnen zu entmündigen und die Gesellschaft zu polarisieren. Akos Rona-Tas, MPIfG Scholar in Residence 2018, zeigte im Rahmen seiner Vortragsreihe am MPIfG die Gefahren automatisierter Prognosen auf.
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Den Businessplan wie einen Roman lesen

Deutschlandfunk, 07.07.2018 | Tacheles, Thorsten Jantschek

"Die Wirtschaft ist der Bereich, in dem am stärksten kalkuliert wird. Nur es ist nicht so, dass diese Kalkulationen tatsächlich Zukunft vorhersagen könnten. Wir müssen davon ausgehen, dass wir in einer offenen Zukunft handeln, dass diese Zukunft mit Ungewissheit verbunden ist. Aber gleichzeitig müssen wir Entscheidungen treffen, die wir rechtfertigen können als rational." MPIfG-Direktor Jens Beckert zeigt im Gespräch auf, dass mancher Businessplan in seiner Fiktivität eher einem Roman gleicht.
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Die Lösung liegt bei den Kleinverdienern

WirtschaftsWoche, 06.07.2018 | Nr. 28, Fritz W. Scharpf

Um sein Leistungsbilanzdefizit zu senken, muss Deutschland die Nachfrage ankurbeln. Am besten durch sinkende Sozialabgaben im Niedriglohnsektor. Fritz W. Scharpf, Direktor emeritus am MPIfG, erklärt in seinem Artikel in der WirtschaftsWoche, wieso der deutsche Exportüberschuss ein Problem ist und wie dieses gelöst werden kann. "Im Niedriglohnbereich ist unsere Abgabenlast höher als in allen anderen OECD-Ländern - eine Anomalie des Systems."
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"Kapitalismus fußt auf einer Illusion"

Handelsblatt, 29.06.2018 | Nr. 123, S. 54-55, Christian Rickens

Deutschlands bester Wirtschaftsforscher ist ein Soziologe. Kapitalismus funktioniert nur, weil wir uns ständig selbst belügen - er ist eine Illusion, analysiert MPIfG-Direktor Jens Beckert. "Ein Unternehmer oder Investor glaubt an sein Bild von der zukünftigen technologischen Entwicklung, drängt alle Alternativszenarien zur Seite, investiert entsprechend und hat damit Erfolg oder nicht. Meistens übrigens nicht, ein Großteil aller Innovationen scheitern."
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Länderkonflikte zu überwinden ist eine Leistung

junge welt, 26.06.2018 | Kapital & Arbeit, Simon Zeise

Die Mehrheit im EU-Parlament hat jüngst für eine Reform der Entsenderichtlinie gestimmt. "Die Euro-Krise hat die Euro-Zone in einen vehementen Nord-Süd-Gegensatz gestürzt. Der wird ergänzt durch einen Gegensatz zwischen Ost und West. Mich beeindruckt die Leistung der progressiven Fraktionen des EU-Parlaments, trotz bestehender Interessengegensätze zwischen Ländern interne Kohärenz hergestellt zu haben", analysiert MPIfG-Forschungsgruppenleiter Martin Höpner den Erfolg.
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Ein Weltbürger ist nirgendwo Bürger

Die Zeit, 21.06.2018 | Nr. 26, S. 40, Wolfgang Streeck

Kosmopolitismus klingt gut, verpflichtet aber zu nichts: MPIfG-Direktor emeritus Wolfgang Streeck plädiert für einen lokalen Patriotismus. "Politisches Handeln ist an verortete Gemeinschaften gebunden - Verständigungs-, Verantwortungs-, Verpflichtungs- und Praxisgemeinschaften. … Damit Politik mehr sein kann als Wohltätigkeit oder Vorteilssuche, muss sie verstehen können, worum es ihrer Gesellschaft geht."
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"Das Seil kann reißen, wenn man es zu straff spannt"

Die ZEIT, 14.06.2018 | Nr. 25, S. 43, Thomas Assheuer

Italiens neue Regierung erschüttert die Europäische Union und sogar das Ende der gemeinsamen Währung ist denkbar geworden. "Wir müssen unbedingt die Idee Europas von der konkreten Realität des Euro trennen. Das Scheitern des Euro, sollte es dazu kommen, darf nicht zum Scheitern Europas führen", appelliert MPIfG-Direktor Lucio Baccaro. Ein Gespräch über die Krise in Italien und eine einvernehmliche Scheidung der Euro-Zone.
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Das Geheimnis der Innovation: ein offenes Spielfeld

WirtschaftsWoche, 01.06.2018 | Nr. 23, Jens Beckert

"Am Anfang von Innovationsprozessen weiß niemand, ob ihnen Erfolg beschieden sein wird. Es gibt kein Wissen um das fertige Produkt, sondern eine Imagination, die dem Unternehmer oder Investor glaubwürdig erscheint. Dieser Hype ist nicht einfach ein irrationaler Überschwang, sondern Grundlage für die Dynamik des Kapitalismus." MPIfG-Direktor Jens Beckert zeigt in seinem Essay wie Unternehmer, Investoren und Konsumenten stetig eine Zukunft imaginieren, die es noch gar nicht gibt. Damit treiben die Akteure die Gegenwart mit Science-Fiction-Geschichten, etwa über die künstliche Intelligenz, ständig über sich selbst hinaus.
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"Geld ist im Wesentlichen eine Glaubenssache, eine Fiktion, ein Versprechen"

brand eins, 01.06.2018 | Heft 06/2018, Peter Laudenbach

"Was da über Jahrzehnte stattgefunden hat, ist ein kontinuierlicher Versprechensaufbau, gegenüber den Kapitalmärkten, aber auch gegenüber der Gesellschaft." MPIfG-Direktor emeritus Wolfgang Streeck erklärt im Interview, wie Kredite in Krisenzeiten als Beruhigungsmittel funktionieren. Und welche Nebenwirkungen sie haben.
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Erwartungen müssen eben befeuert werden

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.05.2018 | Nr. 119, Kim Christian Priemel

"Die temporale Struktur des kapitalistischen Waren- und Geldverkehrs ist demnach nicht nur eine Randnotiz, sie ist sein Wesen. Erst Erwartungen an und Vertrauen in die Zukunft führen zu Veränderung und Wachstum, ihr Entzug zu Krise und Verlust." Kim Christian Priemel bespricht MPIfG-Direktor Jens Beckerts Buch "Imaginierte Zukunft" und folgert, dass das Problem nicht die Fiktion an sich ist, sondern der Umstand, dass ökonomische Akteure zu wenig Meta-Ökonomie betreiben.


 

Lotto macht die Armen ärmer. Dahin verschwindet ihr Geld

perspective-daily.de, 25.05.2018 | Chris Vielhaus

Lotto wird im englischsprachigen Raum häufig als »A tax on the poor«, also als »Armutssteuer« bezeichnet. Dass das auch für Deutschland gilt, haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung belegt. Gerade die Gruppe mit dem geringsten Einkommen zahlt verhältnismäßig am meisten in den Lottotopf ein. Und der Motor ist allein die Hoffnung auf einen Gewinn in einem Glücksspiel, bei dem die Chance auf den Jackpot bei gerade einmal 1 zu 140 Millionen liegt.
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Buchtipp: "Imaginierte Zukunft"

3Sat, 24.05.2018 | scobel

"Einer der kreativsten, weitreichendsten und vielseitigsten neuen Ansätze soziologischer Theoriebildung." Das neue Buch von MPIfG-Direktor Jens Beckert ist mehr als eine soziologische Theorie des Kapitalismus. Beckert zeigt auf, warum in Politik, Wissenschaft und Technik - mit Berufung auf sichere Prognosen - so viel schiefläuft.
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Kapitalinteressen und Technologieträume: Positive Szenarien laden zu Investitionen ein

3Sat, 24.05.2018 | scobel

Wir können unsere Zukunft nicht vorhersehen. Aber wir brauchen Visionen, um mit dieser ungewissen Zukunft umzugehen. Diese Visionen müssen nicht stimmen, sie müssen in der Gegenwart glaubwürdig sein. "Erwartungen sind Gegenstand von machtpolitischen Auseinandersetzungen. Natürlich benutzen die großen Spieler ihre Marktmacht, um Erzählungen auf eine bestimmte Art und Weise zu gestalten - das gilt für private Firmen, das gilt aber auch genauso für staatliche Institutionen", erläutert MPIfG-Direktor Jens Beckert in der Sendung von Gert Scobel.
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Imaginierte Zukunft - Gespräch mit dem Soziologen Jens Beckert

3Sat, 23.05.2018 | Kulturzeit

Im Kapitalismus richten Konsumenten, Investoren und Unternehmen ihr Handeln auf die Zukunft aus. Doch diese ist vor allem eines: ungewiss. "Fiktionen sind der Treibstoff des Kapitalismus", sagt MPIfG-Direktor Jens Beckert. Er spricht im Kulturzeit-Interview über die Kernthesen seines neuen Buches "Imaginierte Zukunft" und legt dar, welchen mächtigen Einfluss Zukunftserwartungen auf die Mechanismen der Wirtschaft haben.
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Alles ist möglich: Warum Tagträume glücklich machen

Münchener Merkur, 19.05.2018 | Nr. 114, Sylvie-Sophie Schindler

Sich Tagträumen hingeben, das machen 40 Prozent aller spielberechtigten Deutschen regelmäßig beim Lottospiel: "Der Lottoschein ist die Baugenehmigung für Luftschlösser, die gekaufte Hoffnung, das Leben von heute auf morgen zu verändern", so MPIfG-Direktor Jens Beckert. Doch da die Zukunft ungewiss ist, beruht der Glaube an eine solche zukünftige Entwicklung allein auf Imaginationen. Nur weil man an eine solche fiktionale Zukunft glaube, sei man überhaupt erst bereit, Dinge auszuprobieren, sagt Beckert.


 

Wirtschaftssoziologen erforschen illegale Märkte

Deutschlandfunk, 17.05.2018 | Aus Kultur- und Sozialwissenschaften, Peter Leusch

Illegale Märkte - das ist mehr als Drogenhandel, Produktplagiate und Organhandel. Auch Regelverletzungen auf ansonsten legalen Märkten gehören dazu. Bei näherer Untersuchung zeigt sich, dass das Verhältnis von legalen und illegalen Geschäften, staatlichen Institutionen und Öffentlichkeit weit komplexer ist als angenommen. Trotz Intransparenz und Rechtsunsicherheit besitzen illegale Märkte hohe Akzeptanz, etwa der argentinische Bekleidungsmarkt La Salada. MPIfG-Direktor Jens Beckert und MPIfG-Wissenschaftler Matías Dewey berichten im Deutschlandfunk über ihre Forschung in einem aufstrebenden Feld der Wirtschaftssoziologie.
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Wer Marx sagt, muss auch Mut haben

Süddeutsche Zeitung, 14.05.2018 | Feuilleton, Till Briegleb

Was hätte Marx 50 dem Marx 200 zu sagen? Pünktlich zum runden Geburtstag unterzieht eine prominente Riege von Marx-Kennerinnen und -Kennern auf einem Symposium am Hamburger Institut für Sozialforschung den Urvater der Kapitalismus-Kritik einem aktuellen Stresstest. Hierbei zerlegte Jens Beckert, Direktor des mitveranstaltenden Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung, die Marx-Idee vom Mehrwert, die sich zu starr an die Vorstellung klammere, allein die ungerechte Bezahlung des Arbeiters könne dem Kapitalist Profit erwirtschaften. Doch insgesamt verblieb diese Konferenz bei vorhersehbaren Analysen der praktischen Unbrauchbarkeit von Marx Thesen für die Probleme unserer Zeit.


 

Marx für die Gegenwart

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.05.2018 | Wolfgang Krischke

Am Hamburger Institut für Sozialforschung haben die Teilnehmer einer internationalen Konferenz anlässlich von Marx' zweihundertstem Geburtstag nicht nur mit ihm, sondern vor allem über ihn nachgedacht. Im Zentrum der Tagung, die vom Kölner Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung mitorganisiert wurde, stand die Frage, was die Marx'sche Theorie zum Verständnis der kapitalistisch-digitalen Moderne beitragen kann. Den Vorsatz, auf eine philologische Sezierung der Marx'schen Schriften zu verzichten und stattdessen die heutige Brauchbarkeit seiner Konzepte zu untersuchen, löste die Tagung weitgehend ein. Ob Marx noch einmal zum Trimm-dich-Trainer einer politischen Avantgarde wird, ist allerdings fraglich.


 

Die Märchen der Moderne

Süddeutsche Zeitung, 07.05.2018 | Steffen Martus

Fakten und Fiktionen: Der Soziologe Jens Beckert analysiert mit den Mitteln der Literaturwissenschaft die Zukunftsbilder im Kapitalismus. Den dominierenden sozialwissenschaftlichen Ansätzen, die die Zustände des Kapitalismus aus der Geschichte heraus erklären, setzt Beckert seinen Schlachtruf entgegen: "Die Zukunft zählt". Damit soll nicht weniger als die "Grundlage eines neuen soziologischen Paradigmas" gestiftet werden. Beckerts "historische Wirtschaftssoziologie der Zukunftsimaginationen" verzaubert die nur scheinbar durchrationalisierte Moderne und gesteht den Akteuren zugleich neue Handlungsmacht zu. Sie müssen nur an ihren Fantasien arbeiten.
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200 Jahre Marx: Einmal Wohlstand für alle - und zurück

Handelsblatt, 07.05.2018 | Norbert Häring

"Marx war überzeugt, er würde das Ende des Kapitalismus erleben", sagte der Soziologe Wolfgang Streeck auf einer Marx gewidmeten Tagung zur Dynamik des Kapitalismus, die das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung und das Hamburger Institut für Sozialforschung am Wochenende in Hamburg abhielten. Die kapitalistische Produktionsweise werde durch eine sozialistische Revolution beseitigt, sagte Marx voraus. Er hatte nur sehr bedingt Recht.


 

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