14.06.2019

Workshop zur „Ökologie des Finanzsystems“

Im Mai 2019 fand der dritte internationale Workshop des DFG-finanzierten Forschungsnetzwerks „Politics of Money“ zur Rolle des Finanzsektors im gegenwärtigen Kapitalismus am MPIfG statt. Ziel der von Benjamin Braun (MPIfG) und Kai Koddenbrock (Universität Witten/Herdecke) organisierten Konferenz war es, die Entwicklung von Finanzmarktakteuren zu analysieren und ihre Geschäftsmodelle und wechselseitigen Beziehungen zu ergründen. Achtzehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sechs Ländern stellten ihre aktuellen Forschungsarbeiten vor. In seinem Keynote-Vortrag „Macroeconomics as Accounting plus History“ kritisierte der US-amerikanische Ökonom Joshua William Mason (City University of New York) den einseitigen Fokus der Wirtschaftswissenschaft auf abstrakte Modelle und sprach sich für makroökonomische Ansätze aus, die Geschichte und Bilanzrechnungen miteinander verbinden. Konferenzwebsite
Forschungsnetzwerk "Politics of Money"

 

 

 
04.06.2019Lisa Suckert

Workshop untersucht die Wechselwirkung von Krisen und Zukunftserwartungen

In welchem Verhältnis stehen Krisen und Zukunftserwartungen zueinander, als empirische Phänomene, aber auch als theoretische Konzepte? Mit dieser Frage beschäftigten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Sciences Po, Paris, der Max Planck Partner Group for the Sociology of Economic Life in Warschau und des MPIfG beim trilateralen Workshop „Crisis of Expectation – Expectation of Crisis“, der im April in Köln stattfand. Zwölf Vorträge beschäftigten sich mit der Frage, wie sich Erwartungen und Zukunftshorizonte durch Krisen verändern oder von Akteuren aktiv verändert werden, inwiefern Krisen im Ringen um politische Zukunftsvorhaben instrumentalisiert werden und, schließlich, wie sich Krisenerfahrungen auf finanzielle Erwartungen und den Umgang mit Geld auswirken. In ihren Keynote-Vorträgen reflektierten Ekaterina Svetlova (University of Leicester) und Will Atkinson (University of Bristol) das Thema im Kontext des Brexit.
 

 

 
29.05.2019

Neue Gäste im Sommer 2019

Von Mai bis Juli nehmen fünf Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler ihre Arbeit am MPIfG auf. William Callison, Doktorand an der University of California, Berkeley, arbeitet an seiner Dissertation zum Thema „Politische Defizite: Neoliberalismus, Kritische Theorie und Transformationen ökonomischer Rationalität“. Shi-Rong Lee, Doktorandin am MaxPo Center on Coping with Instability in Market Societies, Paris, befasst sich mit der Finanzialisierung ostasiatischer Ökonomien. Ab Juli wird sich Francesco Findeisen, ebenfalls Doktorand am MaxPo, in Köln mit dem staatlichen Wandel und der Politik großstädtischer Infrastrukturinvestitionen beschäftigen. Liam Byrne, University of Melbourne, fragt nach der Zukunft der Sozialdemokratie und untersucht sozialdemokratische alternative Wirtschaftskonzepte in Deutschland, Großbritannien und Australien. Martin Ruef, Professor of Entrepreneurship am Trinity College of Arts and Sciences an der Duke University, widmet sich wirtschaftlichen Erfolgen und Zwängen unter Bedingungen der Mikrosegregation.
 

 

 
03.05.2019

Rollenwandel der Sozialwissenschaften seit der Nachkriegszeit: Symposium für Renate Mayntz

Der 90. Geburtstag von Renate Mayntz war Anlass für das Symposium „Zwischen Erkenntnis und Politik: Die Sozialwissenschaften seit der Nachkriegszeit“ am 2. Mai 2019 am MPIfG. Gemeinsam mit Renate Mayntz und entlang ihrer Arbeiten reflektierten langjährige wissenschaftliche Kolleginnen und Kollegen die Veränderungen im Verhältnis zwischen sozialwissenschaftlicher Erkenntnis und politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den vergangenen sechs Jahrzehnten. Vier einleitende Statements gaben die thematischen Leitlinien: „Wann erfordert die Entwicklung einer wissenschaftlichen Idee Perspektivenentfaltung und wann einen Perspektivenwechsel?“ (Uwe Schimank, Bremen); „Fragen zum Mikro-Makro-Problem sozialwissenschaftlicher Erklärungen“ (Fritz W. Scharpf, Köln); „Der Eigensinn der Politik“ (Edgar Grande, Berlin) und „Hat soziale Macht im akteurzentrierten Institutionalismus einen Platz?“ (Claus Offe, Berlin). mehr

 

 

 
25.04.2019

MPIfG-Gründungsdirektorin Renate Mayntz wird 90 Jahre alt

Renate Mayntz, Direktorin emerita am MPIfG, feiert am 28. April ihren 90. Geburtstag. Nach einer wissenschaftlichen Karriere, die auch durch ihre Erfahrungen aus der Kriegs- und unmittelbaren Nachkriegszeit geprägt wurde, ist Renate Mayntz heute die Grande Dame der deutschen Soziologie. Ihre Arbeiten auf den Gebieten der Gesellschaftstheorie, der politischen Steuerung, Politikentwicklung und -implementation sowie der transnationalen Regulierung gelten als richtungsweisend. Als Gründungsdirektorin leitete sie von 1985 bis zu ihrer Emeritierung 1997 das MPIfG, ab 1986 gemeinsam mit Kodirektor Fritz W. Scharpf. In ihrer aktuellen Forschung beschäftigt sie sich mit Aspekten der Globalisierung und Governance auf nationaler und internationaler Ebene. Ihre Erinnerungen und die Stationen ihrer mehr als 60-jährigen wissenschaftlichen Karriere schildert Renate Mayntz im Interviewband „Ordnung und Fragilität des Sozialen – Renate Mayntz im Gespräch“, herausgegeben von Ariane Leendertz und Uwe Schimank (Campus 2019). mehr

 

 

 

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für Medien und Öffentlichkeit


Christel Schommertz
Tel. 0221 2767-130

 
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