MPIFG Press Review



 

Firmen locken Azubis

Westdeutsche Allgemeine (WAZ), 23.08.2010 | S. 1, Jutta Bublies, Matthias Korfmann

"Der Ausbildungsmarkt in Nordrhein-Westfalen ist zweigeteilt: Während sich auf der einen Seite Zehntausende junger Leute vergeblich um eine Lehrstelle bewerben, suchen gleichzeitig Unternehmer händeringend nach Auszubildenden - und locken potenzielle Bewerber mit Gratis-Computern oder anderen Vergünstigungen. […] "Zwischen zehn und 15 Prozent der Schulabgänger, mit oder ohne Abschluss, gelten auf dem Arbeitsmarkt als chancenlos", weiß Marius Busemeyer, Arbeitsmarktexperte beim Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln."
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Warum der Euro nicht funktioniert

Mitbestimmung, 25.07.2010 | 7+8/2010, Martin Höpner

"Etwas läuft grundsätzlich schief in Europa. Eine einheitliche Geldpolitik – der Euro – behandelt einen Wirtschaftsraum mit ganz unterschiedlichen Konjunkturverläufen, Lohn- und Haushaltspolitiken wie ein homogenes Gebilde, argumentiert unser Autor. Und sucht nach einer Exit-Option."
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Verzwickte Gemengelag

Frankfurter Rundschau, 21.07.2010 | S. 28, Wolfgang Streeck

"Die Entwicklung moderner Gegenwartsgesellschaften lässt sich als Prozess fortschreitender Markterweiterung beschreiben - oder mit Rosa Luxemburg: als äußere und innere "Landnahme" des Marktes gegenüber der sozialen Lebenswelt. In dem Maße, wie dabei soziale Beziehungen zu Marktbeziehungen werden, löst sich menschliches Handeln von traditionellen Verpflichtungen und folgt durchgerechneten Interessen. Leistungen für andere, die nicht aus Eigennutz erbracht werden, entfallen."
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Wer soll die Kinder kriegen

taz, 16.07.2010 | Rudolf Walther

"Spätestens mit der Wirtschafts- und Finanzkrise ist deutlich geworden, dass sich damit Grundfragen des sozialen Zusammenhalts und Probleme der politischen Umsteuerung der Sozialordnung dringend stellen. Unter dem Titel "Gemeinsam im Niemandsland. Auf der Suche nach einer neuen Sozialordnung" organisiert das Frankfurter Institut für Sozialforschung unter der Leitung von Axel Honneth eine Vortragsreihe im Rahmen der von der BHF-Bank-Stiftung gesponserten Aktion "Frankfurter Positionen". Den zweiten Vortrag im gesellschaftstheoretischen Rahmenprogramm bestritt Wolfgang Streeck, Direktor des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung in Köln."
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Solidarität statt Nibelungentreue

Berliner Republik, 12.07.2010 | 3/2010, Fritz W. Scharpf

"Eine "Europäische Wirtschaftsregierung" gilt heute vielen als letzter Ausweg aus der Euro-Krise. Doch je mehr diese in die nationale Politik eingriffe, desto heftigeren politischen Widerstand würde sie in den einzelnen Mitgliedsländern provozieren - und der Integration Europas uwiderlaufen."
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Die letzte Reise kennt viele Wege

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11.07.2010 | Nr. 27, S. 30, Nadine Oberhuber

"Der Eichensarg im Reihengrab hat bald ausgedient. Die Beerdigungen werden immer individualistischer, und die Gräber pflegeleichter. Der Bestattermarkt ist im Umbruch. […] "Nach dem Fall der Mauer drängten viele Betriebe aus dem Osten und Osteuropa auf den Markt", sagt Dominic Akyel, der sich am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung durch die Strukturen des Bestattungsmarktes geackert hat. […]"
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"Konservative machen leichter Schulden"

taz, 05.07.2010 | S. 3, Ralph Bollmann

"Bei der Sanierung der Finanzen agieren Politiker im Nebel - sie können garnicht Anders. Wolfgang Streeck vom Max-Planck-Institut über falsche Sicherheit, Luftbuchungen und warum Linke eher sparen."
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Mehr Europa, weniger Euro

Frankfurter Rundschau, 16.06.2010 | Online, Fritz W. Scharpf

"Die Rettungsaktion zur Bewältigung der Euro-Krise verletzt die Verträge von Maastricht und Lissabon; ihre ökonomische Wirksamkeit ist zweifelhaft; und wenn sie fehlschlägt, werden die Euroländer exorbitante finanzielle und ganz unkalkulierbare politische Kosten bewältigen müssen."
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Gesamtstaatliche Verantwortung für die Bildung erforderlich

Bildungsklick.de, 12.05.2010 | Pressemeldung der Hochschulrektorenkonferenz

"Kooperationen von Bund und Ländern im Bildungsbereich müssen wieder wesentlich leichter möglich sein. Das forderte die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) anlässlich der HRK-Sitzungen in Berlin. […] Dies war auch das Ergebnis eines Gesprächs mit den Föderalismusexperten Prof. Dr. Wolfgang Renzsch und Prof. Dr. Fritz W. Scharpf im Rahmen der HRK Jahresversammlung am Montag."
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Wer nicht mitmacht: Zum Zusammenhang zwischen Armut und Wahlbeteiligung

WDR 5, 05.05.2010 | Neugier genügt, Gesa Rünker

"Wenn am kommenden Sonntag in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt wird, ist neben dem Wahlergebnis auch die Wahlbeteiligung von Interesse. Sinkende Wahlbeteiligung ist ein Indiz für sinkendes Vertrauen der Menschen in die politischen Parteien, letztlich auch in die parlamentarische Demokratie. Armin Schäfer vom Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung untersucht Wahlbeteiligungen in Deutschland und sagt: "Es gibt einen Zusammenhang zwischen Wahlbeteiligung und Armut.""
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Konsumenten als Schwätzer

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 25.04.2010 | Jürgen Kaube

"Vor einhundert Jahren noch gaben die meisten Leute achtzig Prozent ihres Einkommens für Nahrung, Kleider und Wohnen aus. Heute sind es nur noch zwischen dreißig und vierzig Prozent. Was kaufen sie vom Rest? Oder: Weshalb arbeiten sie überhaupt mehr als zur Deckung jenes elementaren Bedarfs nötig wäre? Der Wirtschaftssoziologe Jens Beckert antwortet auf diese Frage mit Überlegungen dazu, was uns an Waren erfreut."
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Banken sind die größten Parteifinanziers

Zeit Online, 16.04.2010 | Christiane Schulzki-Haddouti

"Seit acht Jahren müssen Spenden an Parteien über 50.000 Euro unverzüglich vom Bundestag veröffentlicht werden. ZEIT ONLINE hat diese seit 2002 veröffentlichten Großspenden analysiert – und präsentiert die Ergebnisse in einer Serie. Anhand der heutigen Erhebungen lässt sich feststellen, wie viel Geld die einzelnen Parteien im Laufe der Zeit erhalten haben. Und wie verschiedene Branchen ihr Spendenverhalten geändert haben. Spenden sind für die im Bundestag vertretenen Parteien eine wichtige Einnahmequelle. Sie finanzieren sich dem Politologen Martin Höpner zufolge zu durchschnittlich 20 Prozent über Spenden."
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Was den chinesischen Kapitalismus so unvergleichlich macht

Handelsblatt, 22.03.2010 | Online, Ferdinand Knauß

"Während die einen noch spekulieren mit was für einer Art ökonomischen Systems man es bei China zu tun hat, sieht Tobias ten Brink erst gar keine vergleichbaren Formen. China sei mit herkömmlichen Modellen kapitalistischer Entwicklung nicht zu begreifen, so der Politologe."
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