MPIfG Press Review



 

EU oder nicht EU?

Süddeutsche Zeitung, 08.03.2019 | Wirtschaft, Franziska Augstein

Die Europäische Union funktioniert nicht recht. Europa ist vornehmlich eine Wirtschaftsunion, politisch vereint ist es nicht. In ihrer Kolumne hinterfragt Augstein, mit Verweis auf Forschungsergebnisse von Wolfgang Streeck und Martin Höpner, gängige Sichtweisen auf das europäische Projekt.
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Wohl eher Reichenvertreter

der Freitag, 06.03.2019 | Nr. 5/2019, Nico Beckert

Rezension des Buches "Wessen Stimme zählt?" von MPIfG-Alumna Lea Elsässer, in dem sie zeigt, dass die Interessen der unteren Klassen zwischen 1980 und 2013 von keiner Partei in Regierungsverantwortung vertreten wurden. "Elsässers Studie ist eine eindrückliche Aufforderung, an die Ursachen von 'Politikverdrossenheit' zu rühren und keine Zeit mit Symptombekämpfung und Marketing zu verschwenden. Es droht sonst der Demokratie ihr 'demos' abhandenzukommen", resümiert der Freitag.
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Der Kapitalismus ist auf Fantasien gebaut

changement!, 28.12.2018 | 09, Martin Claßen

"In der Ökonomie dreht sich alles um die Zukunft." Jens Beckert, Direktor des MPIfG verdeutlicht, dass unser Wirtschaftssystem auf Imagination und Fiktion beruht, also auf Vorstellungen und Erzählungen, was morgen sein wird. Im Interview mit changement!-Chefredakteur Martin Claßen bespricht die Bedeutung fiktionaler Erwartungen für den Kapitalismus und wer aktuell die erfolgreichsten Imaginateure sind.



 

Der wahre Grund für Italiens Misere

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 23.12.2018 | S. 24, Lucio Baccaro

Italien hat Geld verschwendet? Stimmt nicht. Das Problem liegt woanders. Das Land muss über einen Euro-Austritt nachdenken, meint MPIfG-Direktor Lucio Baccaro. "Ein ausgehandelter Rückzug aus der Eurozone würde es Italien ermöglichen, Freiheiten in der makroökonomischen Steuerung zurückzuerhalten und mindestens ein Element der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage zu stimulieren: die Exporte."
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Die Politische Ökonomie des Populismus

Makroskop, 12.12.2018 | Martin Höpner

"Philip Manows neues Buch ist Analyse und Streitschrift zugleich. Und die liefert eine überzeugende Erklärung für die eigentümliche Nord-Süd-Spaltung der europäischen Erscheinungsformen des Populismus." MPIfG-Forschungsgruppenleiter Martin Höpner bespricht das aktuelle Buch "Die Politische Ökonomie des Populismus" von Philip Manow.
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"Erscheint die Zukunft bedrohlich, folgt die Flucht in die Vergangenheit"

sueddeutsche.de, 11.12.2018 | Jakob Maurer

Großbritannien ringt seit dem Brexit-Votum 2016 um seine Zukunft. MPIfG-Wissenschaftlerin Lisa Suckert spricht über die verschiedenen Zukunftsvorstellungen die den Kampagnen der Pro- und auch der Contra-Seite zugrunde liegen. Zukunftsvorstellungen, so Suckert, sind entscheidend, "wenn man die Gesellschaft verstehen will, was Menschen antreibt und wie sie ihr Handeln koordinieren."
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Wie die Fische in der Reuse

Tagesspiegel, 03.12.2018 | S. 6, Albert Funk

Welchen Bundesstaat wollen wir? In seinem Essay über die Rolle des Föderalismus, spricht sich Albert Frank gegen eine Rückkehr zum kooperativen Dauermiteinander früherer Zeiten aus und resümiert, dass der geplante Ausbau eines verflochtenen, kooperativen Bundesstaats Autonomie und Demokratie lähmt. Er bezieht sich dabei auf MPIfG-Direktor emeritus Fritz W. Scharpf und sein Konzept der Politikverflechtungsfalle. Diese funktioniere für ihn jedoch eher wie eine Reuse, denn als Falle: "Die Fische im föderalen Teich geraten hinein und kommen nie wieder heraus. Auf ewig verdammt, umeinander herum zu schwimmen. Ganz kooperativ."
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Nachdenken über Nachwuchs: Sicherer Hafen Ehe

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2018 | Literaturbeilage, Mona Jaeger

Deutschland gehört, auch wenn die Geburtenzahlen zuletzt wieder gestiegen sind, zu den Ländern, in denen besonders wenige Kinder geboren werden. Auch die aktuelle große Koalition will mit ihrer Politik dafür sorgen, dass mehr Kinder geboren werden. Bei der Suche nach den richtigen Maßnahmen würde ein Blick in das aktuelle Buch von MPIfG-Alumna Annina T. Hering lohnen, das zeigt, wie sehr prekäre Beschäftigung der Familiengründung abträglich ist.
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Geschichten über die Zukunft schaffen parallele Realitäten

brand eins, 27.11.2018 | 12/18, Sarah Sommer

Wieso stärkt der Zukunftsentwurf der Null-Grenzkosten-Ökonomie letztendlich den Kapitalismus? MPIfG-Direktor Jens Beckert spricht mit brand eins darüber welchen Einfluss Geschichten über die Zukunft haben. Diese schaffen parallele Realitäten und sind als mächtige Faktoren bei der Betrachtung ökonomischen Handelns ernst zu nehmen. Die Wirksamkeit dieser Erzählungen ist jedoch stets von Möglichkeiten und Mitteln der Erzählenden abhängig.
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Das Schrumpfen der Volksparteien: Tagung am MPI für Gesellschaftsforschung Köln

Deutschlandfunk, 22.11.2018 | Aus Kultur- und Sozialwissenschaften, Mirko Smiljanic

Woran liegt es, dass die Volksparteien nicht nur bei den letzten Landtagswahlen Verluste hinnehmen mussten, sondern auch in aktuellen Umfragen schwächeln? Der Institutstag 2018 des MPIfG hat den Wandel des Parteiensystems und die Krise der Volksparteien thematisiert. Die MPIfG-Alumni Lea Elsässer und Armin Schäfer erörtern im Deutschlandfunk, dass die Gründe hierfür in sozioökonomischen Veränderungen und in der ungleichen Repräsentation unterer Einkommensgruppen zu suchen sind.
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Brexit, Nationalismus, Abstiegsängste - Soziologen untersuchen Zukunftserwartungen

Deutschlandfunk, 15.11.2018 | Aus Kultur- und Sozialwissenschaften, Peter Leusch

Eine Gesellschaft braucht Zukunftsentwürfe und -vorstellungen, die von einer Mehrheit geteilt werden, denn sie sind eine Säule politischer Stabilität. Wenn diese Zukunftserwartungen jedoch ins Negative drehen, profitieren davon populistische Parteien. Dies zeigte sich in der EU etwa beim Referendum für den Brexit. Die MPIfG-Wissenschaftler Timur Ergen und Lisa Suckert sprechen im Deutschlandfunk über die Rolle von Zukunftserwartungen im Kontext der Brexit-Kampagne und über "Zukunft" als Kategorie der (wirtschafts-)soziologischen Forschung am MPIfG.
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Das Trump-Expertiment für die Weltwirtschaft

Augsburger Allgemeine, 06.11.2018 | Nr. 255, Wolfgang Schütz

Der Neoliberalismus gilt bei den Linken längst als böse - und inzwischen auch den Rechten. Der US-Präsident aber hat ein neues Rezept. Er versucht im Inneren zwei widersprüchliche Konzepte so zu vereinen, dass sich gegensätzliche Wählerinteressen darin aufgehoben fühlen: Trump koppelt Neoliberalismus mit Nationalismus. Denn dass er die USA neoliberal regiert, wird feststellen, wer sein Handeln an einschlägigen Werken von Wolfgang Streeck und Colin Crouch misst.
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Illusion: Das Soziale Europa kommt

IPG-Journal, 16.10.2018 | Martin Höpner

Ohne den Mythos vom Sozialen Europa kommt im sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Spektrum kaum eine Rede zum Thema aus. Im IPG-Journal der Friedrich-Ebert-Stiftung dekonstruiert MPIfG-Forschungsgruppenleiter Martin Höpner den Mythos, dass ein "mehr Europa" die Gemeinschaft automatisch dem Sozialen Europa näher bringt. Er argumentiert: "Wollen wir herausfinden, wie die EU sozialer werden kann, setzt das eine Bereitschaft zur Entmystifizierung und Enttabuisierung voraus".
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Wie kommt das Geld in die Welt?

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 07.10.2018 | S. 35, Benjamin Braun

Kaum jemand versteht das Geldsystem. Das liegt auch an den Notenbanken selbst, schreibt MPIfG-Wissenschaftler Benjamin Braun in seinem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Denn in einem modernen Finanzsystem ist die Fähigkeit der Zentralbanken zur Kontrolle der Geldschöpfung keineswegs garantiert.


 

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