Das MPIfG in den Medien

Eine Auswahl von Artikeln der vergangenen sechs Monate.
 


 

Kleine Kredite - keine Wirkung

Deutsche Welle online, 07.04.2014 | Mirjam Gehrke

Seit den 1970er-Jahren gelten Mikrokredite als erfolgreiches Mittel gegen die Armut. Ein kritischer Blick auf die Wirksamkeit dieser Förderung zeigt jedoch, dass in erster Linie die Geldgeber profitieren. Der ehemalige MPIfG-Mitarbeiter Philip Mader fordert: "Man muss sich von der Vorstellung lösen, dass jeder für seine Armut individuell selbst verantwortlich ist und dass der Finanzmarkt die Lösung für alle sozialen Probleme bereithält."
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Kleiner Kredit, große Probleme

Jungle World, 06.03.2014 | Nr. 10, Cord Riechelmann

"Das Buch »Rendite machen und Gutes tun? Mikrokredite und die Folgen neoliberaler Entwicklungspolitik« und Maders Studie »Zwischen Entwicklungshilfe und Finanzialisierung: Die Mikrofinanz als transnationaler Kapitalmarkt« sind ein Beispiel für eine wirklich kritische Gesellschaftswissenschaft, für ihre Bedingungen wie ihre Möglichkeiten", urteilt Autor Cord Riechelmann über die Arbeiten des ehemaligen MPIfG-Mitarbeiters Philip Mader.
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Ein Marktstand in La Salada ist Gold wert

ZEIT online, 11.02.2014 | Wirtschaft

ZEIT online stellt anhand der Fotografien von Sarah Papst ihr gemeinsames Projekt "Der Markt La Salada in Buenos Aires - Fotografie trifft Soziologie" mit MPIfG-Wissenschaftler Matías Dewey vor.
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Gespaltene Demokratie - Wenn die Wähler wegbleiben

WDR, 13.01.2014 | eins zu eins, Jürgen Zurheide

Bei der vergangenen Bundestagswahl lieferten sich CDU und CSU ein Kopf-an-Kopf-Rennen - allerdings nicht mit der SPD, sondern mit der Gruppe der Nichtwähler. Die Wahlbeteiligung in Deutschland sinkt tendenziell seit vielen Jahren - und in bestimmten sozialen Schichten besonders. Jürgen Zurheide spricht darüber im Studio mit Armin Schäfer vom Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln.
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Liberalisierungsmaschine Europa

Carta, 06.01.2014 | Ilja Braun

"Etwas zu sagen haben werden 'wir' erst, wenn wir verstanden haben, dass wir grundsätzlich erst einmal nichts zu sagen haben." Mit dem Onlinemagazin Carta spricht MPIfG-Direktor Wolfgang Streeck im Interview über die Macht der Finanzbranche und den Übergang zum Konsolidierungsstaat europäischer Art.
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Entwicklungshilfe: Warum Mikrokredite den Armen nur selten helfen

Spiegel Online, 01.01.2014 | Kathrin Hartmann

Die Investition von Mikrokrediten in unternehmerische Projekte bedeute nur die Erweiterung einer Basarwirtschaft, die schon heute allenfalls eine Notlösung für die Armen darstellt. In seiner Doktorarbeit kommt MPIfG-Wissenschaftler Philip Mader sogar zum Ergebnis, dass die Kleinstkredite tatsächlich Armut ausnutzen und verfestigen. Trotz zahlreicher kritischer Studien findet in der Branche sowie in der Entwicklungspolitik bislang kein Umdenken statt.
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Hydraulik der Macht, komplexe Krisen

Der Standard, 28.12.2013 | Album, Bert Rebhandl

Der Standard-Redakteur Bert Rebhandl stellt drei bemerkenswerte Sachbücher des Jahres 2013 vor - darunter Wolfgang Streecks "Gekaufte Zeit". Er urteilt: "Der Vorzug von Streecks Buch liegt darin, dass er den demokratischen Kapitalismus als historische Formation konturiert. Ohne es so richtig zu begreifen, haben die heute Fünfzigjährigen einen Formationswechsel mehr oder weniger erlitten - ein Exempel für eine ,normative Kraft des Faktischen', gegen die sich erst wieder eine demokratische Politik formieren muss."
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Egoismus in der Jugendkultur: "Ich bin King"

WDR 5, 17.12.2013 | Scala, Sebastian Wellendorf

"Die Jugend verroht. So eine extreme Darstellung von Gewalt, von Misogynie, das hat es nie gegeben", sagt MPIfG-Forscher Martin Seeliger im Gespräch mit WDR 5. Besonders die Sprache deutscher Gangster-Rap-Texte, die Seeliger auf ihre gesellschaftliche Wirkung hin untersucht hat, bringt dies zum Ausdruck. "Rap ist Ausdruck der Verhältnisse und Rap ist auch Verstärker der Verhältnisse."
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Arme und Arbeitslose in Thüringen verlieren Lust auf Demokratie

Thüringische Landeszeitung, 13.12.2013 |

"Wahlen sind das zentrale Instrument der Kommunikation zwischen Gewählten und Wählern. Sinkt die Bereitschaft zum Urnengang, droht Sprachlosigkeit zwischen Politikern und Wahlvolk", sagt MPIFG-Wissenschaftler Armin Schäfer zu den Ergebnissen der Bertelsmann-Studie.
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Deutschland - die Zwei-Drittel-Demokratie, Studie zeigt drastische soziale Spaltung bei Wahlen: »exklusive Veranstaltung der oberen zwei Drittel«

neues deutschland, 12.12.2013 |

Die Autoren der Bertelsmann-Studie, darunter der Experte für die sozialen Hintergründe von Wahlverhalten Armin Schäfer kommen darin zu der sehr kritischen Einschätzung, die Bundesrepublik sei "längst zu einer sozial gespaltenen Demokratie der oberen zwei Drittel unserer Gesellschaft geworden". Die Demokratie werde so zu "einer exklusiven Veranstaltung für Menschen aus den mittleren und oberen Sozialmilieus der Gesellschaft".
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Prekäre Wahlen. Milieus und soziale Selektivität der Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2013

Studie der Bertelsmann Stiftung, 12.12.2013 | Bertelsmann Stiftung

In der Studie "Prekäre Wahlen" werden für sehr kleine räumliche Einheiten (bundesweit 1.004 Stadtteile und 640 repräsentative Stimmbezirke) die Zusammenhänge zwischen Lebensverhältnissen und Wahlbeteiligung vor Ort identifiziert. So ermöglicht die statistische Auswertung durch MPIfG-Wissenschaftler Armin Schäfer und Infratest dimap verbindliche Aussagen über die sozialräumlichen Unterschiede und die soziale Selektivität der Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2013. Leiter und Koautor der Studie ist Robert Vehrkamp, Direktor des Programms "Zukunft der Demokratie".
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Studie: Sozial Schwächere haben weniger Einfluss bei Wahlen

Deutschlandradio Kultur, 12.12.2013 | dpa

In Köln ist der Unterschied zwischen sozialer Situation und Wahlbeteiligung in verschiedenen Stadtvierteln am größten. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann Stiftung zur Bundestagswahl 2013, an der MPIfG-Wissenschaftler Armin Schäfer mitgearbeitet hat. Je prekärer die soziale Situation in einem Stadtviertel, desto niedriger die Wahlbeteiligung.
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Die Zwei-Drittel-Demokratie

FreiePresse, 11.12.2013 | Christoph Ulrich

"Köln ist kein Einzelfall", schreibt die FreiePresse zur Studie der Bertelsmann Stiftung. Zu ähnlichen Ergebnissen - einem statistischen Zusammenhang zwischen Wahlbeteiligung und Arbeitslosigkeit - kommen die Forscher um MPIfG-Wissenschaftler Armin Schäfer für alle untersuchten Städte, egal ob in Ost- oder in Westdeutschland. Die oberen zwei Drittel der Gesellschaft haben erheblich größeren Einfluss auf die Bundestagswahl 2013 genommen als das untere.
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Je ärmer, desto wahlmüder

Frankfurter Rundschau/Berliner Zeitung/KStA, 11.12.2013 | Dossier, Thomas Kröter

Die Forscher um Armin Schäfer und Autoren der Studie "Prekäre Wahlen" der Bertelsmann Stiftung formulieren drastisch: "Arbeitslosigkeit schadet der Demokratie".
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Demokratie der Besserverdienenden

Süddeutsche Zeitung, 11.12.2013 | Detlef Esslinger

Die Studie "Prekäre Wahlen" der Bertelsmann Stifung belegt eine Regel, die der schwedische Politologe Herbert Tingsten bereits in den Dreißigerjahren aufgestellt hat: Je niedriger die Wahlbeteiligung ausfällt, desto ungleicher sind die Wählenden. Sind es doch eher die Besserverdienenden, die wählen gehen. Arbeitslosigkeit schadet der Demokratie. Die Süddeutsche Zeitung befindet, dass die Erkenntnisse von MPIfG-Wissenschaftler Armin Schäfer und Kollegen "möglicherweise nicht wirklich erstaunlich, wohl aber erschreckend sind".
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Nichtwähler kommen oft aus prekären Milieus

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.12.2013 | dpa

Menschen aus sozialen Schichten mit hoher Arbeitslosigkeit und geringerer Bildung gehen seltener wählen und haben darum unverhältnismäßig wenig Einfluss auf das Wahlergebnis. Das ergibt eine Analyse der letzten Bundestagswahl, an der MPIfG-Wissenschaftler Armin Schäfer mitgearbeitet hat.
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Deutschland, die Zwei-Klassen-Demokratie

Spiegel Online, 11.12.2013 | Christina Elmer, Christina Hebel

Das Ergebnis der am 12. Dezember 2013 veröffentlichten Bertelsmann Studie "Prekäre Wahlen" fällt deutlich aus: Während Wohlhabende die Demokratie mitgestalten, koppeln sich die Ärmeren zunehmend ab. MPIfG-Wissenschaftler Armin Schäfer und Infratest dimap haben 28 deutsche Großstädte und weitere 640 Stimmbezirke für ihre Studie untersucht: "Die Demokratie in Deutschland ist in eine Schieflage geraten. Die Wahlmüdigkeit wird zum doppelten Problem: Nicht nur gehen zu wenige Menschen wählen, auch wird das Spektrum der vertretenen sozialen Schichten kleiner", fast Spiegel Online die Ergebnisse der Studie zusammen.
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Lorde Knows Why Poor People Play the Lottery

Pacific Standard, 11.12.2013 | Michael Todd

MPIfG director Jens Beckert and researcher Mark Lutter conducted a nationwide survey to add quantitative rigor to earlier qualitative findings: "Playing Lotto helps us blow off steam", summerizes the Pacific Standard their work. "And here is what else their survey confirmed: Income (low), age (middle), education (low), cohabitation (living together), and ethnicity (minority) were all predictors of greater lottery play, as was being bummed out or fatalistic. In the dry language of social science, 'dissatisfaction is significantly related to lottery expenditure.'"
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Keine Idee, nirgends

die tageszeitung, 29.11.2013 | Martin Reeh

Colin Crouch, Auswärtiges Wissenschaftliches Mitglied des MPIfG, sprach vor der Friedrich-Ebert-Stiftung und warb im Deutschlandradio für die Zustimmung der SPD-Mitglieder zum Koalitionsvertrag. Durch sein Buch "Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus" ist Crouch nach Meinung des Autors Martin Reeh "zum vielleicht wichtigsten intellektuellen Kronzeugen der Sozialdemokratie für mehr staatliche Regulation geworden".
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Bestatter setzen auf Produkte aus Totenasche

Focus Online, 23.11.2013 | Antonia Lange, dpa

Das klassische Begräbnis findet immer seltener statt, denn mehr und mehr Menschen lassen sich nach dem Tod verbrennen. Nach Einschätzung von MPIfG-Wissenschaftler Dominic Akyel dürfte es aber nicht mehr lange dauern, bis die Feuerbestattungen klar in der Überzahl sind. Dadurch steige auch die Nachfrage nach besonderen Trauerprodukten aus Totenasche: "Es gibt mittlerweile viele Produkte, die den Erinnerungsaspekt stärker mit der Persönlichkeit des Verstorbenen verknüpfen", so Akyel. "Das sind zwar zurzeit noch Nischenprodukte, aber die Nachfrage danach steigt."
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The "One Size Fits All" Approach Risks Intensifying Europe's North-South Divide

policy-network.net, 18.11.2013 | Opinion, Aidan Regan

The focus of adjustment to the crisis has been on structural reforms of Southern labour markets. Yet in the Northern economies, one of the core factors explaining their economic success is coordinated collective bargaining and high levels of investment in research, training and education. Can a narrow focus on labour market liberalization really improve the economic and employment performance of weaker member states? Postdoctoral MPIfG fellow Aidan Regan discusses this question.
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Finanzhaie an der Drogenbörse: Oder wie illegale Märkte funktionieren

Deutschlandfunk, 14.11.2013 | Studiozeit, Mirko Smiljanic

Märkte sind ein zentraler Bestandteil wirtschaftssoziologischer Forschung. Stillschweigend gehen viele Analysen von legalen Märkten aus. Illegale Märkte, Drogen oder gefälschte Kleidung, bleiben ausgeklammert. Dabei sind die erzielbaren Gewinne auf illegalen Märkten exorbitant hoch - selbst auf Märkten, die eher den Charakter eines Flohmarktes haben. Solch ein Markt ist auch "La Salada" in Buenos Aires, den Matías Dewey vom MPIfG erforscht hat: "Die Leute, die wirtschaftlich davon abhängen, sind Tausende Familien."
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Christel Schommertz
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