Das MPIfG in den Medien

Eine Auswahl von Artikeln der vergangenen sechs Monate.
 


 

Wie die Fische in der Reuse

Tagesspiegel, 03.12.2018 | S. 6, Albert Funk

Welchen Bundesstaat wollen wir? In seinem Essay über die Rolle des Föderalismus, spricht sich Albert Frank gegen eine Rückkehrzum kooperativen Dauermiteinander früherer Zeiten aus und resümiert, dass der geplante Ausbau eines verflochtenen, kooperativen Bundesstaats Autonomie und Demokratie lämt. Er bezieht sich dabei auf MPIfG-Direktor emeritus Fritz W. Scharpf und sein Konzept der Politikverflechtungsfalle. Diese funktioniere für ihn jedoch eher wie eine Reuse, denn als Falle: "Die Fische im föderalen Teich geraten hinein und kommen nie wieder heraus. Auf ewig verdammt, umeinander herum zu schwimmen. Ganz kooperativ."
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Nachdenken über Nachwuchs: Sicherer Hafen Ehe

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2018 | Literaturbeilage, Mona Jaeger

Deutschland gehört, auch wenn die Geburtenzahlen zuletzt wieder gestiegen sind, zu den Ländern, in denen besonders wenige Kinder geboren werden. Auch die aktuelle große Koalition will mit ihrer Politik dafür sorgen, dass mehr Kinder geboren werden. Bei der Suche nach den richtigen Maßnahmen würde ein Blick in das aktuelle Buch von MPIfG-Amulna Annina T. Hering lohnen, das zeigt, wie sehr prekäre Beschäftigung der Familiengründung abträglich ist.
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Geschichten über die Zukunft schaffen parallele Realitäten

brand eins, 27.11.2018 | 12/18, Sarah Sommer

Wieso stärkt der Zukunftsentwurf der Null-Grenzkosten-Ökonomie letztendlich den Kaptalismus? MPIfG-Direktor Jens Beckert spricht mit brand eins darüber welchen Einfluss Geschichten über die Zukunft haben. Diese schaffen parallele Realitäten und sind als mächtige Faktoren bei der Betrachtung ökonomischen Handelns ernst zu nehmen. Die Wirksamkeit dieser Erzählungen ist jedoch stets von Möglichkeiten und Mitteln der Erzählenden abhängig.
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Das Schrumpfen der Volksparteien: Tagung am MPI für Gesellschaftsforschung Köln

Deutschlandfunk, 22.11.2018 | Aus Kultur- und Sozialwissenschaften, Mirko Smiljanic

Woran liegt es, dass die Volksparteien nicht nur bei den letzten Lantagswahlen Verluste hinnehmen mussten, sondern auch in aktuellen Umfragen schwächeln? Der Institutstag 2018 des MPIfG hat den Wandel des Parteiensystems und die Krise der Volksparteien thematisiert. Die MPIfG-Alumni Lea Elsässer und Armin Schäfer erörtern im Deutschlandfunk, dass die Gründe hierfür in sozioökonomischen Veränderungen und in der ungleichen Repräsentation unterer Einkommensgruppen zu suchen sind.
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Brexit, Nationalismus, Abstiegsängste - Soziologen untersuchen Zukunftserwartungen

Deutschlandfunk, 15.11.2018 | Aus Kultur- und Sozialwissenschaften, Peter Leusch

Eine Gesellschaft braucht Zukunftsentwürfe und -vorstellungen, die von einer Mehrheit geteilt werden, denn sie sind eine Säule politischer Stabilität. Wenn diese Zukunftserwartungen jedoch ins Negative drehen, profitieren davon populistische Parteien. Dies zeigte sich in der EU etwa beim Referendum für den Brexit. Die MPIfG-Wissenschaftler Timur Ergen und Lisa Suckert sprechen im Deutschlandfunk über die Rolle von Zukunftserwartungen im Kontext der Brexit-Kampagne und über "Zukunft" als Kategorie der (wirtschafts-)soziologischen Forschung am MPIfG.
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Das Trump-Expertiment für die Weltwirtschaft

Augsburger Allgemeine, 06.11.2018 | Nr. 255, Wolfgang Schütz

Der Neoliberalismus gilt bei den Linken längst als böse - und inzwischen auch den Rechten. Der US-Präsident aber hat ein neues Rezept. Er versucht im Inneren zwei widersprüchliche Konzepte so zu vereinen, dass sich gegensätzliche Wählerinteressen darin aufgehoben fühlen: Trump koppelt Neoliberalismus mit Nationalismus. Denn dass er die USA neoliberal regiert, wird feststellen, wer sein Handeln an einschlägigen Werken von Wolfgang Streeck und Colin Crouch misst.
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Illusion: Das Soziale Europa kommt

IPG-Journal, 16.10.2018 | Martin Höpner

Ohne den Mythos vom Sozialen Europa kommt im sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Spektrum kaum eine Rede zum Thema aus. Im IPG-Journal der Friedrich-Ebert-Stiftung dekonstruiert MPIfG-Forschungsgruppenleiter Martin Höpner den Mythos, dass ein "mehr Europa" die Gemeinschaft automatisch dem Sozialen Europa näher bringt. Er argumentiert: "Wollen wir herausfinden, wie die EU sozialer werden kann, setzt das eine Bereitschaft zur Entmystifizierung und Enttabuisierung voraus".
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Wie kommt das Geld in die Welt?

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 07.10.2018 | S. 35, Benjamin Braun

Kaum jemand versteht das Geldsystem. Das liegt auch an den Notenbanken selbst, schreibt MPIfG-Wissenschaftler Benjamin Braun in seinem Beirtag für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Denn in einem modernen Finanzsystem ist die Fähigkeit der Zentralbanken zur Kontrolle der Geldschöpfung keineswegs garantiert.


 

"Die meisten Prognosen sind falsch"

Kölner Stadt-Anzeiger, 18.09.2018 | S. 12, Michael Hesse

Lässt sich das Bild vom Homo Oeconomicus angesichts der Offenheit der Zukunft noch aufrecht erhalten? Nein, sagt MPIfG-Direktor Jens Beckert im Gespräch mit dem Kölner Stadt-Anzeiger: "Wenn es keine Möglichkeit gibt, Zukunft vorherzusagen, dann gibt es in vielen Entscheidungssituationen auch keine Möglichkeit, rational im Sinne der ökonomischen Theorie zu handeln. (…) Der Begriff der fiktionalen Erwartungen ist ein Gegenbegriff zur Theorie rationaler Erwartungen in der Ökonomie."



 

Deutschlands stilles Rebalancing

Makronom (Blog), 11.09.2018 | Donato Di Carlo

Seit Jahren wird Deutschland für seine hohen Leistungsbilanz- und Haushaltsüberschüsse kritisiert. Allerdings wird dabei oft übersehen, dass Europas größte Volkswirtschaft bereits wichtige Schritte unternommen hat, um gegen bestehende Ungleichgewichte anzugehen - und dass Deutschland nicht der "fixer of last resort" für die Währungsunion sein kann. Ein Beitrag von Donato Di Carlo, Doktorand an der IMPRS-SPCE.
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Jedem sein Häuschen

www.faz.net, 31.08.2018 | Fazit - das Wirtschaftsblog, Gerd Braunberger, Jürgen Knaube

Das Eigentum an Immobilien nimmt in fast allen Ländern zu. Und fast alle Parteien finden Subventionen für Hausbesitzer gut. Zugleich sind mit der Finanzkrise von 2008 aber zum ersten Mal der Immobilienmarkt und seine Förderung zu einem Faktor volks-, ja weltwirtschaftlicher Instabilität geworden. Wie es dazu kam, dass sich das ursprünglich konservative Ideal des Eigenheims heute über parteigrenzen hinweg nur schwer aus den Programmen wegdenken lässt, zeigt MPIfG-Wissenschaftler Sebastian Kohl in seiner Studie "A Small History of the Homeownership Ideal".
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"Die Zukunft offen halten"

www.mpg.de, 30.08.2018 | Ralf Grötker

Seit jeher versuchen Menschen, die Zukunft vorherzusehen. Heute scheinen die Bedingungen für verlässliche Vorhersagen dank großer Datenbanken und computergestützter Auswertung besser denn je. Dennoch liegen Prognosen immer wieder dramatisch daneben. "In manchen Gebieten, so zum Beispiel auch bei den Finanzmärkten, kommt hinzu, dass Prognosen den Effekt von selbsterfüllenden Prophezeiungen haben", erörtert Akos Rona-Tas, MPIfG Scholar in Residence 2018, im Interview.
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Wie sich die Mietpreisexplosion bremsen lässt

Handelsblatt, 27.08.2018 | Nr. 164, S. 12, Norbert Häring

Hohe Wohnkosten sind zum Politikum geworden. Die Entscheider sind ratlos. Sebastian Kohl, wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPIfG, zeigt in mehreren Studien eine umgekehrt U-förmige Beziehung von Krediten und Bautätigkeit: Erst hängen sie eng zusammen, aber ab einem bestimmten Niveau der Kreditvergabe kommt es nicht mehr zu einer weiteren Ausweitung der Bautätigkeit und schließlich sogar zu einem Rückgang.
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How central bankers shape financial markets

Financial Times Alphaville, 23.08.2018 | Benjamin Braun

"The Jackson Hole conference theme misses half of what's interesting about monetary policy and market structure." In this guest post, Benjamin Braun, a senior researcher at the Max Planck Institute for the Study of Societies in Cologne, argues that central bankers do not simply respond to markets, but actively shape them. This aspect of their power, he suggests, receives too little attention.
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Die Unberechenbarkeit der Märkte

Deutschlandfunk Kultur, 17.08.2018 | Buchkritik, Thorsten Jantschek

"Das Beeindruckende an diesem Buch ist, dass Jens Beckert für jenen Bereich unserer Lebenswelt, von dem wir oft davon ausgehen, dass er am stärksten von instrumenteller Vernunft und rationalem Kalkül geprägt ist, von der Ökonomie also, ein Motiv wiederbelebt, das das ganze menschliche Handeln prägt und strukturiert: radikale Kontingenz, das Leben mit dem Zufälligen und Unvorhersagbaren." Der Kapitalismus bleibe in seinem Wesen unberechenbar.
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Brauchen wir eine Sammlungsbewegung?

Die ZEIT, 16.08.2018 | Nr. 34, S. 2, Colin Crouch

Der Kapitalismus ist global vernetzt, die Linke lokal zersplittert. Trotzdem führen Sahra Wagenknechts Pläne in die falsche Richtung, meint Colin Crouch, Auswärtiges Mitglied am MPIfG. Er spricht sich in seinem Essay dafür aus, einen Schritt zurückzutreten, um den größeren Kontext dieser Herausforderungen zu beleuchten. Er erkennt drei übergreifende Entwicklungen, die traditionelle politische Bündnisse unter Druck setzen und stellt die Frage, wie sich unsere Parteikonzepte, die in vergangenen Gesellschaften wurzeln, an die Zukunft anpassen können?
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Flexibler Ausweg aus dem Dogmenstreit - Gespräch mit dem Sozialwissenschaftler Fritz W. Scharpf

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.08.2018 | Gerald Wagner

Wenn die Antwort auf die Spaltungen in der EU nicht immer nur "Mehr Europa" sein kann, wie lautet sie dann? Ein Gespräch über politische Alternativen und blinde Flecken der Theorie. Fritz W. Scharpf sieht eine theoretisch-politische Symbiose des akademischen Mainstreams der Politikberatung (neoliberal-monetaristisch vs. Neo-/post-keynesianisch) und den realen ökonomischen Strukturen und Interessen in den einzelnen EU-Ländern.
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Wie die Zukunft unsere Gegenwart prägt

Frankfurter Rundschau, 07.08.2018 | S. 15, Hermannus Pfeiffer

Erwartungen, die Unternehmen, Medien und Wissenschaft heute hegen, entscheiden über die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. (...) Dabei ist der Glaube an die Stabilität des Geldsystems grundlegend für den Kapitalismus. Aber hängt dieser von der - eigentlich aberwitzigen - Erwartung ab, dass die an sich wertlosen Papier- und Metallstücke zu einem zukünftigen Zeitpunkt gegen wertvolle Güter eingetauscht werden können. MPIfG-Direktor Jens Beckert blickt in seinem aktuellen Buch aus "einer neuen Perspektive" heraus auf den Kapitalismus.
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Hört auf, Europa als einen Wechselbalg zu behandeln!

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2018 | Feuilleton, S. 9, Wolfgang Streeck

Die großen Themen der Gegenwart, vom Globalismus bis zum Scheitern der Klimaziele, tauchen in der deutschen Diskussion zu selten auf. Was muss eine zur Vernunft gekommene Linke öffentlich zur Sprache bringen? Wolfgang Streeck fordert "Platz für pragmatische Gerechtigkeitspolitik".
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"Imaginierte Zukunft"

Deutschlandfunk, 30.07.2018 | Andruck, Thomas Fromm

Vorhersagen und Visionen sind willkommene Pfeiler zur wirtschaftlichen Orientierung, aber sie können auch in die Irre führen. Das aktuelle Buch von MPIfG-Direktor Jens Beckert macht auf dieses Phänomen aufmerksam und plädiert dafür, Fiktion und Fakten besser zu trennen. Das Fazit von Thomas Fromm: "Menschen, die mit Wirtschaft zu tun haben, sollten das Buch des Soziologen lesen. Die eine oder andere Zukunftsvision werden sie danach vielleicht anders sehen. Menschen, die nicht viel mit Wirtschaft zu tun haben, sollten es ebenfalls lesen. Denn es hilft, auch jene Phänomene der Wirtschaft einzuordnen, die man schon immer eher im Science-Fiction-Bereich verortet hatte."
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Die Zukunft des Kapitalismus - eine Vision

Convoco!, 25.07.2018 | Juli 2018

"Die Dynamik des Kapitalismus beruht auf dem immerwährenden Entstehen des Neuen. Technologische Produktinnovationen, aber auch Prozessinnovationen charakterisieren unsere Wirtschaftsgeschichte während der letzten 200 Jahre. Diese Neuheit ist immer mit Ungewissheit verbunden. Es müssen Entscheidungen in der Gegenwart getroffen werden, deren Ergebnisse wir nicht vorhersehen können. Darin liegen die Chancen, aber auch die Risiken." MPIfG-Direktor Jens Beckert im Gespräch mit Convoco.
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Der letzte Wille

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 15.07.2018 | Nr. 28, S. 61, Gerald Wagner

Welche guten Argumente führen Gegner und Befürworter der Erbschaftsteuer ins Feld? MPIfG-Direktor Jens Beckert und MPIfG-Forschungsassistent Lukas R. Arndt zufolge sehen die Gegner der Erbschaftsteuer in ihr vor allem eine Verletzung des Leistungsprinzips. "Bereicherung gelinge nämlich nur auf Kosten der mittleren und unteren Einkommensschichten, daher sei die nachträgliche Besteuerung der Vermögen nicht nur eine Maßnahme der Umverteilung, sondern geradezu eine der Wiedergutmachung von Schuld."
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Verzerrter Blick auf künftige Lebensläufe

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.07.2018 | S. 14, Wolfgang Krischke

Wird dieser Mensch mal jemanden töten, und wie zuverlässig zahlt er die Miete? Automatisierte Prognosen bieten Antworten. Allerdings haben individuelle Prognosen auf Basis von algorithmischen Systemen nicht nur eine zweifelhafte Treffsicherheit, sie bergen auch die Gefahr, den Einzelnen zu entmündigen und die Gesellschaft zu polarisieren. Akos Rona-Tas, MPIfG Scholar in Residence 2018, zeigte im Rahmen seiner Vortragsreihe am MPIfG die Gefahren automatisierter Prognosen auf.
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Den Businessplan wie einen Roman lesen

Deutschlandfunk, 07.07.2018 | Tacheles, Thorsten Jantschek

"Die Wirtschaft ist der Bereich, in dem am stärksten kalkuliert wird. Nur es ist nicht so, dass diese Kalkulationen tatsächlich Zukunft vorhersagen könnten. Wir müssen davon ausgehen, dass wir in einer offenen Zukunft handeln, dass diese Zukunft mit Ungewissheit verbunden ist. Aber gleichzeitig müssen wir Entscheidungen treffen, die wir rechtfertigen können als rational." MPIfG-Direktor Jens Beckert zeigt im Gespräch auf, dass mancher Businessplan in seiner Fiktivität eher einem Roman gleicht.
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Die Lösung liegt bei den Kleinverdienern

WirtschaftsWoche, 06.07.2018 | Nr. 28, Fritz W. Scharpf

Um sein Leistungsbilanzdefizit zu senken, muss Deutschland die Nachfrage ankurbeln. Am besten durch sinkende Sozialabgaben im Niedriglohnsektor. Fritz W. Scharpf, Direktor emeritus am MPIfG, erklärt in seinem Artikel in der WirtschaftsWoche, wieso der deutsche Exportüberschuss ein Problem ist und wie dieses gelöst werden kann. "Im Niedriglohnbereich ist unsere Abgabenlast höher als in allen anderen OECD-Ländern - eine Anomalie des Systems."
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"Kapitalismus fußt auf einer Illusion"

Handelsblatt, 29.06.2018 | Nr. 123, S. 54-55, Christian Rickens

Deutschlands bester Wirtschaftsforscher ist ein Soziologe. Kapitalismus funktioniert nur, weil wir uns ständig selbst belügen - er ist eine Illusion, analysiert MPIfG-Direktor Jens Beckert. "Ein Unternehmer oder Investor glaubt an sein Bild von der zukünftigen technologischen Entwicklung, drängt alle Alternativszenarien zur Seite, investiert entsprechend und hat damit Erfolg oder nicht. Meistens übrigens nicht, ein Großteil aller Innovationen scheitern."
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Länderkonflikte zu überwinden ist eine Leistung

junge welt, 26.06.2018 | Kapital & Arbeit, Simon Zeise

Die Mehrheit im EU-Parlament hat jüngst für eine Reform der Entsenderichtlinie gestimmt. "Die Euro-Krise hat die Euro-Zone in einen vehementen Nord-Süd-Gegensatz gestürzt. Der wird ergänzt durch einen Gegensatz zwischen Ost und West. Mich beeindruckt die Leistung der progressiven Fraktionen des EU-Parlaments, trotz bestehender Interessengegensätze zwischen Ländern interne Kohärenz hergestellt zu haben", analysiert MPIfG-Forschungsgruppenleiter Martin Höpner den Erfolg.
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Ein Weltbürger ist nirgendwo Bürger

Die Zeit, 21.06.2018 | Nr. 26, S. 40, Wolfgang Streeck

Kosmopolitismus klingt gut, verpflichtet aber zu nichts: MPIfG-Direktor emeritus Wolfgang Streeck plädiert für einen lokalen Patriotismus. "Politisches Handeln ist an verortete Gemeinschaften gebunden - Verständigungs-, Verantwortungs-, Verpflichtungs- und Praxisgemeinschaften. … Damit Politik mehr sein kann als Wohltätigkeit oder Vorteilssuche, muss sie verstehen können, worum es ihrer Gesellschaft geht."
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"Das Seil kann reißen, wenn man es zu straff spannt"

Die ZEIT, 14.06.2018 | Nr. 25, S. 43, Thomas Assheuer

Italiens neue Regierung erschüttert die Europäische Union und sogar das Ende der gemeinsamen Währung ist denkbar geworden. "Wir müssen unbedingt die Idee Europas von der konkreten Realität des Euro trennen. Das Scheitern des Euro, sollte es dazu kommen, darf nicht zum Scheitern Europas führen", appelliert MPIfG-Direktor Lucio Baccaro. Ein Gespräch über die Krise in Italien und eine einvernehmliche Scheidung der Euro-Zone.
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