Das MPIfG in den Medien

Eine Auswahl von Artikeln der vergangenen sechs Monate.
 


 

"Erbe und Arbeit gleich besteuern"

Der Standard, 13.12.2014 | Regina Bruckner

"Mir ist unverständlich, wie sich in einer Gesellschaft, die sich als Leistungsgesellschaft versteht, Arbeit - die ja ganz offensichtlich Leistungserbringung bedeutet - so viel höher besteuert werden kann, als Erbschaften, die leistungsfrei erlangt werden", gibt MPIfG-Direktor Jens Beckert im Gespräch mit dem österreichischen Standard zu Denken. "Mir geht es darum, zwischen den Einkommensarten umzuverteilen und Arbeit tendenziell zu entlasten, um Anreize für Arbeit zu stärken." Allerdings ließe sich dieser Vorschlag politisch nicht durchsetzen.
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Themenwoche "Ware Welt": Ökonomisierung und moralischer Wandel

Deutschlandfunk, 07.12.2014 | Essay und Diskurs, Dominic Akyel

Wir leben in einer Welt, in der alles zur Ware werden kann, ob natürliche Ressourcen wie Trinkwasser, soziale Leistungen oder Ideen von Künstlern. Ursächlich dafür waren nicht nur politische und ökonomische Veränderungen, sondern auch der Wandel sozialer Wertvorstellungen. Aber worin genau besteht die moralische Dimension der Ökonomisierung? MPIfG-Wissenschaftler Dominic Akyel gibt Antworten darauf, wie die Walbeobachtung überhaupt eine kommerziell lohnende Branche werden konnte - ökonomisiert werden konnte.
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Die Hybris der Ökonomen

Wirtschaftswoche, 07.12.2014 | Dieter Schnaas

Eine neue Studie des deutsch-französischen Max Planck Sciences Po Center on Coping with Instability in Market Societies mit dem vieldeutigen Titel "The Superiority of Economists" zeigt, dass die Isolation der Wirtschaftswissenschaften im Kreis der social sciences keineswegs das selbstkritische Nachdenken fördert, sondern im Gegenteil mit einem Übermaß an Selbstsicherheit korrespondiert.
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Das deutsche Kapitalismusmodell ist ohne Geheimnis

Frankfurter Rundschau, 11.11.2014 | Michael Hesse

"Für mich ist eine Demokratie nur dann eine solche, wenn sie ausgleichende, egalisierende Impulse in die kapitalistische Marktwirtschaft hineintragen kann", so erklärt Wolfgang Streeck sein Verständnis von Demokratie im Interview mit der Frankfurter Rundschau anlässlich seiner Emeritierung am 31. Oktober 2014.


 

Erbschaft abschaffen? Ein feudales Relikt in der Diskussion

Deutschlandradio Kultur, 10.11.2014 | Zeitfragen, Lorenz Rollhäuser

In Deutschland ist das Vermögen ungleich verteilt. Pro Jahr werden 200 bis 300 Milliarden Euro vererbt. So wird die soziale Ungerechtigkeit von einer Generation zur nächsten weitergereicht. Ein Blick auf die Geschichte des Erbrechts und ein Plädoyer von MPIfG-Direktor Jens Beckert dafür, Reichtum gerechter zu verteilen.
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"Es gibt kein Modell Deutschland"

Kölner Stadt-Anzeiger, 31.10.2014 | Kultur, Michael Hesse

"Eine Demokratie muss in der Lage sein, die vom Markt ständig produzierten Ungleichheiten durch eine solidarische Politik zu korrigieren; andernfalls hört sie auf, eine Demokratie zu sein." Diesen Appell an die Politik von heute äußerte Wolfgang Streeck im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger anlässlich seiner Emeritierung am 31. Oktober 2014.
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Ein vernünftiger Linker

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 26.10.2014 | Nr. 43, Rainer Hank

Rainer Hank würdigt in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung MPIfG-Direktor Wolfgang Streeck, der nach fast zwanzig Jahren Forschungsarbeit am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung am 31. Oktober 2014 emeritiert wird. Laut Hank ist Streeck "einer der wichtigsten Sozialforscher Deutschlands", der dem Kapitalismus nie über den Weg getraut habe. Heute sehe sich Streeck bestätigt.
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Arbeitsmarkt nicht überregulieren: Colin Crouch spricht beim Königsteiner Forum

Taunus Zeitung, 15.10.2014 | Ulrich Boller

Freiheit und Kontrolle beinhaltet für Professor Colin Crouch, auswärtiges wissenschaftliches Mitglied des MPIfG, einen weitgefassten Begriff der Regulierung. Der britische Soziologe und Politikwissenschaftler sprach sich beim Königsteiner Forum für wohlerwogene "formelle und informelle Regeln" aus.
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Vers la postdémocratie ?

Le Monde, 10.10.2014 | Nicolas Weill

Dans un livre alarmant, le sociologue allemand Wolfgang Streeck démontre que la liberté ne constitue pas l’horizon du capitalisme.
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Capitalism, neo-liberalism and democracy: Wolfgang Streeck

Renewal, 01.10.2014 | Vol. 22 No. 3/4, Interview by Ben Jackson

The recent work of the German social scientist Wolfgang Streeck provides a powerful and salutary analysis of the recent history, and likely future trajectory, of capitalism. In this interview Streeck discusses his analysis of the financial crisis, his concerns about the neo-liberal implications of European integration, and his criticisms of the 'varieties of capitalism' school.
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Gewinner des Deutschen Studienpreises für Sozialwissenschaften: Philip Mader

Bayerischer Rundfunk, 29.09.2014 | alpha Campus, Monika Haas

Kurzportrait über den ehemaligen IMPRS-SPCE-Doktoranden Philip Mader, der für seine kritische Dissertation zum Thema Mikrofinanz mit dem Deutschen Studienpreis für Sozialwissenschaften 2013 der Körber-Stiftung ausgezeichnet wurde.
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Buying Time: The delayed crisis of democratic capitalism

podacademy.org, 21.09.2014 | Business and Economics, Craig Barfoot

Is electoral democracy compatible with the forces of global capitalism? Or are western governments just ‘buying time’ with short term economic fixes in order to win elections, while real power lies not with the people but somewhere else entirely? These are the questions of Craig Barfoot’s conversation with Wolfgang Streeck, Director of the MPIfG, as they discuss Professor Streeck’s book "Buying Time: The delayed crisis of democratic capitalism" (Verso, 2014), which is based on his 2012 Adorno lectures.
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Vor der Entscheidung: Die spinnen absolut nicht, die Schotten

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.09.2014 | Nr. 217, S. 9, Jürgen Kaube

Kurz vor der Entscheidung über die schottische Unabhängigkeit empfiehlt Jürgen Kaube MPIfG-Direktor Wolfgang Streeck als deutschen Botschafter für Edinburg. Als Begründung für seinen Vorschlag führt Kaube Streecks Buch "Gekaufte Zeit - Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus" an, das sich "wie eine Blaupause liest für das meiste, was die schottischen Separatisten vorhaben, und wie eine Erklärung für fast alles, was sie tun."
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Max-Planck-Bibliothekarin Susanne Hilbring: "Verlage bescheren illegalen Plattformen Zulauf"

netzpolitik.org, 18.09.2014 | Leonhard Dobusch

Im Interview mit Leonhard Dobusch bezieht Susanne Hilbring, Leiterin der Bibliothek am MPIfG, Stellung zur Entscheidung des EuGH, dass Bibliotheken Bücher digitalisieren, auf Leseplätzen anbieten und auch den zumindest teilweisen Download ermöglichen dürfen. Mit diesem Urteil so Dobusch sei die digitale Bibliothekswelt aber keineswegs in Ordnung - und nicht alle Bibliotheken profitierten gleichermaßen davon. Warum das so ist, erklärt Susanne Hilbring.
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Der neue Kaputtalismus

taz. die tageszeitung, 28.08.2014 | Robert Misik

In seinem Artikel geht Autor Robert Misik den Überlegungen der politischen Linken über einen möglichen Zusammenbruch des Kapitalismus auf den Grund und zitiert den Essay "How Will Capitalism End" von MPIfG-Direktor Wolfgang Streeck. "Folgt man Streeck", so Misik, "dann sind wir Zeitgenossen des Zusammenbruchs."
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Redezeit mit Wolfgang Streeck: Erodiert der Kapitalismus die Gesellschaft?

WDR 5, 18.08.2014 | Neugier genügt, Mark vom Hofe/Ralph Erdenberger

In der Sendung "Neugier genügt" wirft MPIfG-Direktor Wolfgang Streeck in der Redezeit eine fundamentale Frage auf: Können wir es uns auf Dauer leisten, unsere Gesellschaften immer mehr an Marktzwänge anzupassen statt die Märkte an die Art und Weise, wie wir menschenwürdig leben wollen?
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El capitalismo en terapia intensiva

N - Revista de Cultura. Clarín, 13.08.2014 | Martin Idafe

In der Kulturbeilage der argentinischen Zeitung "Clarín" spricht MPIfG-Direktor Wolfgang Streeck im Interview über ein Ende des Kapitalismus, Schuldenwachstum und über die Konsequenzen von Ungleichheit für demokratische Systeme.
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Kurz und kritisch: Die glänzenden Geschäfte der Mächtigen

Deutschlandradio Kultur, 02.08.2014 | Lesart

Der Beitrag "Die glänzenden Geschäfte der Mächtigen" stellt kurz und kritisch drei Bücher über die dunklen Seiten des Geldes vor - darunter "Markt und Moral" des Auswärtigen wissenschaftlichen Mitglieds des MPIfG Colin Crouch. Die Rezension des Deutschlandradios Kultur lobt Crouch, der im Gespräch mit seinem Verleger Peter Engelmann zum Neoliberalismus Stellung bezieht, "einmal mehr als den besten Kritiker, den der Neoliberalismus zu bieten hat."
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Unser optimiertes Leben

Deutschlandfunk, 03.07.2014 | Studiozeit, Ingeborg Breuer

"Der Kapitalismus hat mittlerweile eine kulturelle Kraft entwickelt, die Weber ihm gar nicht zugeschrieben hätte", gibt der ehemalige MPIfG-Wissenschaftler und Veranstalter der Tagung "Kapitalismus als Lebensform" Sascha Münnich im Interview mit dem Deutschlandfunk zu Bedenken. Zusammen mit Patrick Sachweh, Soziologe an der Universität Frankfurt, untersuchte Münnich im Rahmen der Frankfurter Tagung, in welche öffentlichen, aber auch privaten Bereiche marktkonforme Werte wie Erfolgsorientierung, Effizienz und Konkurrenz heute eingedrungen sind.
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Kunde oder Terrorist?

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.07.2014 | Nr. 150, S. 16, Wolfgang Streeck

In den riesigen Datenspeichern des digitalen Kapitalismus erscheint das Individuum vor allem in seiner zu steuernden Potentialität: als Konsument oder als Terrorist. Seine im erdumspannenden Netz der digitalisierten Sozialbeziehungen hinterlassenen Spuren bilden das Rohmaterial einer neuartigen Vorwärtskontrolle menschlichen Handelns: Der Terrorist soll gefunden werden, bevor er zu einem wird; über den Konsumenten will man wissen, was er konsumieren will, bevor er selber es weiß.
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Bailing out banks is not a lucrative business

The Washington Post, 24.06.2014 | Henry Farrell

In her interview with The Washington Post Cornelia Woll, codiretor of MaxPo in Paris, explains the different approaches countries took to bailing out banks in the financial crisis which she anaylsed in her new book "The Power of Inaction". Woll says: "There is no magic solution that can assure that bailouts will be inexpensive. However, I argue that private sector involvement can reduce the burden on taxpayers, and that some public bailouts have been comparatively 'cheap'."
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Christel Schommertz
Tel. 0221 2767-130

 
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