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 MPIfG Discussion Paper 96/3

Michael Zürn


Die Implementation internationaler Umweltregime und "positive Integration"


 

Abstract


 
Recent scholarship on the process of European integration emphasizes the structural limits of positive integration. Against this background, the analysis of international environmental regimes promises to be illuminating. A closer look at three environmental regimes reveals that these remarkably effective regulations have to be categorized as market-correcting. To be sure, positive regimes must overcome substantial difficulties that are peculiar to positive regulations, such as an interest constellation that tends to be inconducive to regime formation and a specific implementation logic that opens up the possibility of involuntary defection. The analysis of international environmental regimes shows, however, that these difficulties can be overcome by a specific institutional design.
 

Zusammenfassung


 
In neueren Analysen der westeuropäischen Integration wird zunehmend auf die strukturellen Grenzen positiver Integration hingewiesen. Vor diesem Hintergrund erscheint die Analyse internationaler Umweltregime als Beispiele für positive Regelungen jenseits des Nationalstaates gewinnbringend. Bei der Analyse von drei internationalen Umweltregimen zeigt sich, daß trotz kooperationshinderlicher Interessenkonstellationen marktkorrigierende internationale Umweltregime mit bemerkenswerter Effektivität prinzipiell möglich sind. Gleichwohl müssen marktkorrigierende positive internationale Verregelungen Schwierigkeiten überwinden, die sich im Falle von negativen Verregelungen nicht in derselben Weise stellen. Neben der mit positiven Regelungen systematisch verbundenen ungünstigen Interessenkonstellation wird die Bildung marktkorrigierender Regime insbesondere durch die spezifische Implementationslogik positiver Regelungen erschwert; denn bei solchen Verregelungen sind ungewollte Defektionen viel häufiger als bei negativen Regelungen. Die Analyse internationaler Umweltregime zeigt jedoch, daß die besonderen Implementationsprobleme positiver internationaler Verregelungen durch ein bestimmtes institutionelles Design, das "C-4-Design", überwunden werden können.
 

Contents


 
Einleitung
1 "Positive" und "negative" Integration im Kontext der Globalisierung
2 Internationale Umweltregime als Beispiele "positiver" Integration
3 Implementation als Hindernis positiver Regelungen
4 Institutionelle Merkmale erfolgreicher positiver Verregelung
5 Positive und negative Integration in der Europäischen Union
Literatur

 
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