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 Forschungsprojekte am MPIfG

Klimawandel neu denken: Wissenspolitik im globalen Klimamanagement

Andrés López Rivera


 
Im Unterschied zu anderen Politikfeldern ist für den Klimawandel Forschung von zentraler Bedeutung. Wissenschaftliche Erkenntnisse sind die Basis für unser Verständnis von den sich verändernden klimatischen Bedingungen: Was ist Klimawandel und was kann man daran ändern (Problemdefinition–Problemlösung). In neueren Berichten wird inzwischen auch „indigenem, lokalem und traditionellem Wissen“ eine Bedeutung zugemessen. Die Folge ist eine Hinwendung der Global Governance zu Wissen über und Erfahrungen mit Klimaveränderungen, das jenseits der Domänen von Wissenschaft und Experten liegt. Diese Anerkennung deutet auf ein verändertes Verständnis von Wissen als Informationsquelle für Politik. Das Dissertationsprojekt untersucht, wie und warum diese Veränderungen des Wissens und der Politik stattfinden. Im Fokus stehen dabei Behauptungen und Gegenbehauptungen über indigenes Wissen im Bereich der globalen Klimapolitik. Mithilfe einer Prozessanalyse unternimmt die Studie einen umfassenden Vergleich des Repertoires politischer Forderungen rund um die Klimapolitik in arktischen Regionen und am Amazonas. Das Projekt erweitert vorherrschende theoretische Erkenntnisse der Wissensproduktion und Schnittstellen von Wissenschaft und Politik, insbesondere hinsichtlich der Problemdefinition und Problemlösung. Projektdauer: Oktober 2017 bis November 2021.
 

 
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