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 Forschungsprojekte am MPIfG

Die Dynamiken der "Integration durch Recht"

Martin Höpner


 
Europäische Grundsätze ergänzen und verdrängen mitgliedstaatliches Recht nicht nur auf Grundlage politischer Entscheidungen. Neben der politischen Integration existiert eine höchst dynamische „Integration durch Recht“. Dieses Projekt analysiert die extensive Interpretation der europäischen Grundfreiheiten und des europäischen Wettbewerbsrechts durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH). Es fragt nach den Quellen der Handlungsfreiheit des EuGH, die Anwendungsbereiche der Binnenmarktfreiheiten und des Wettbewerbsrechts immer weiter auszudehnen, und analysiert die Folgen für die Mitgliedsstaaten. Insbesondere wird untersucht, wie das Zusammenwirken nationaler und europäischer Interessen eine wirksame politische Kontrolle der europäischen Rechtsentwicklung erschwert. Darüber hinaus sollen Wege eines effektiveren Schutzes der heterogenen mitgliedsstaatlichen Arbeitsmarkt- und Sozialregime vor liberalisierenden Übergriffen der Grundfreiheiten und des europäischen Wettbewerbsrechts offengelegt werden. Projektdauer: Oktober 2008 bis Dezember 2022.
 
Höpner, Martin. 2011. "Der Europäische Gerichtshof als Motor der europäischen Integration: Eine akteursbezogene Erklärung." Berliner Journal für Soziologie 21 (2): 203-29.
 
Höpner, Martin. 2013. "Von der Lückenfüllung zur Vertragsumdeutung: Ein Vorschlag zur Unterscheidung von Stufen der Rechtsfortbildung durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH)." Der moderne Staat 3 (1): 165-85.
 
Höpner, Martin. 2014. "Wie der Europäische Gerichtshof und die Kommission Liberalisierung durchsetzen: Befunde aus der MPIfG-Forschungsgruppe zur Politischen Ökonomie der europäischen Integration." MPIfG Discussion Paper 14/8. Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln.
 
Höpner, Martin. 2018. “Curbing Negative Integration: German Supervisory Board Codetermination Does Not Restrict the Common Market: Case C-566/15 Konrad Erzberger v. TUI AG, EU:C:2017:562.” Maastricht Journal of European and Comparative Law 25 (2): 246–59.
 
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