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 Forschungsprojekte am MPIfG

Navigieren nach den Sternen: Die Politische Ökonomie der Geldpolitik zwischen natürlicher Rate und Zentralbankunabhängigkeit

Tobias Arbogast


 
Die Ausgestaltung der Wirtschaftspolitik und deren Möglichkeiten sind ein zentraler Bestandteil moderner Gesellschaften im Spannungsfeld zwischen Kapitalismus und Demokratie. Dabei spielt die Geldpolitik eine wichtige Rolle. Traditionell wurden die Möglichkeiten der Geldpolitik vor allem vor dem Hintergrund der Theorie der langfristigen Neutralität des Geldes auf Konjunkturstabilisierung beschränkt verstanden und ihre Ausgestaltung durch Mandate institutionell verankert. Die Politische Ökonomie hat hierbei entscheidende Erkenntnisse darüber geliefert, welche politökonomischen Spannungsfelder Zentralbanken navigieren und welchen Einflüssen sie in ihren Entscheidungen unterworfen sind. Das Dissertationsprojekt analysiert die Rolle zweier Faktoren im konkreten geldpolitischen Kurs der Zentralbank. Es untersucht, inwiefern sich die Theorie der sogenannten „natürlichen“ makroökonomischen Variablen (z.B. NAIRU) innerhalb der Zentralbank auf deren geldpolitische Ausrichtung auswirkt. Zudem wird beleuchtet, inwiefern institutionelle Aspekte, wie die Wahrung von Zentralbankunabhängigkeit, die geldpolitische Ausgestaltung bestimmen. Methodisch bedient sich das Projekt der Analyse von Dokumenten und ökonomischen Modellen sowie Interviews mit Mitarbeitenden von Zentralbanken. Untersucht werden sowie die Zentralbanken Deutschlands und Frankreichs, der USA, Chinas und Boliviens im Zeitraum nach der Globalen Finanzkrise. Projektdauer: Oktober 2020 bis Juni 2024.
 

 
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