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 Forschungsprojekte am MPIfG

Internationale Elitenausbildung und die Aufrechterhaltung des nationalen Elitestatus

Karen Lillie


 
Nationale Eliteschulen sind dafür bekannt, dass sie nationale Eliten hervorbringen und aufrechterhalten. Gleichzeitig ist im Zeichen der modernen Globalisierung auch Internationalität zu einer entscheidenden Voraussetzung für Status und Macht geworden. In der Folge bauen Familien der nationalen Elite zunehmend auf internationale Eliteschulen, um so einen internationalen Elitestatus zu gewinnen, während sie weiter daran arbeiten, ihren Elitestatus auf nationaler Ebene aufrechtzuerhalten. Das Projekt untersucht diese Wechselwirkungen und fragt: Inwieweit und in welcher Hinsicht hat die Ausbildung an internationalen Eliteschulen Einfluss auf den nationalen Elitestatus einer Person? Damit wird zugleich ein Beitrag zur Bildungssoziologie und Elitenforschung geleistet, indem allgemein der Frage nachgegangen wird, ob Eliteschulen solche Angehörige der Elite hervorbringen, die in der Lage sind, die politischen und wirtschaftlichen Vorteile der modernen Globalisierung für sich zu nutzen, während sie weiter mit ihrem Heimatstaat verbunden bleiben. Die Datenbasis dafür werden Interviews sowohl mit jungen Menschen, die an internationalen Eliteschulen studiert haben, als auch mit deren Eltern liefern. Der Fokus wird auf Familien aus wirtschaftlichen Schwellenländern ohne besonderen globalen Status liegen, zumal hier der höchste Nutzen zu erwarten sein dürfte, wenn die Lücke zwischen nationalem und internationalem Status geschlossen wird. Projektdauer: Oktober 2021 bis September 2023.
 

 
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