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 Forschungsprojekte am MPIfG

Wirksame Fiktionen des Geldes: Die Erzeugung von Vertrauen und Misstrauen in nationale Währungen

Guadalupe Moreno


 
Geld ist in modernen kapitalistischen Volkswirtschaften eine Institution von höchster Bedeutung. Trotz seiner unbestreitbaren Relevanz gibt es jedoch immer noch erhebliche Lücken in unserem Verständnis des Wesens, der Erzeugung und der Funktionsweise des Fiatgelds der Gegenwart. Das Projekt verbindet Ansätze der Politischen Ökonomie und der Wirtschaftssoziologie und untersucht die soziopolitischen und institutionellen Prozesse, die das Vertrauen in Geld bzw. Währung stützen. Es beschäftigt sich mit drei Fragen: Welche sozialen, politischen und institutionellen Prozesse bestimmen die Erzeugung von Vertrauen in nationale Währungen? Wie kann die Analyse von Währungskrisen helfen, das Wesen des Geldes zu verstehen? Und welche spezifischen Überzeugungen müssen vorliegen, damit Geld richtig funktioniert? Am Beispiel Argentiniens – eines Landes, das zahllose Währungskrisen erlebt hat und nie in der Lage gewesen ist, seine Währung dauerhaft zu stabilisieren – versucht das Projekt, die Mechanismen zu ergründen, durch die Krisen das Vertrauen in Geld zerstören. Es analysiert, wie Währungskrisen das fundamentale Missverhältnis zwischen der institutionellen Realität des heutigen Fiatgelds und weit verbreiteten geldbezogenen Überzeugungen offenbaren. Die Studie hebt die Bedeutung einer erfolgreichen Erwartungspolitik für die Sicherstellung der Regierbarkeit des Geldes und für die Stärkung von Vertrauen hervor. Projektdauer: Oktober 2020 bis September 2021.
 

 
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