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 Forschungsprojekte am MPIfG

Die Verbindung von Kapital und Macht: Die Rolle der Superreichen in einer transnationalen kapitalistischen Klasse und ihre Lobby

H. Lukas R. Arndt


 
Vermögensungleichheit und die obersten Einkommens- und Vermögensanteile sind in den letzten Jahrzehnten global beachtlich angestiegen. Vielbeachtete Prognosen sagen ein Anhalten dieser Entwicklung voraus. Dies rückt die reichsten Individuen und Familien in den Fokus. In der normativen Diskussion solcher Befunde und Prognosen dauerhaft wachsender ökonomischer Ungleichheit wird oft behauptet, dass diese Entwicklung die Fundamente der Demokratie angreift. Diese Argumente sind jedoch bisher kaum systematisch und belastbar mit empirischen Ergebnissen unterfüttert. Um die Debatte voranzutreiben, kombiniert das Projekt Daten zu Superreichen mit detaillierten Firmendaten und untersucht Verbindungen zwischen superreichen Individuen und Familien, ihren Unternehmen sowie nationalen und transnationalen Wirtschaftseliten. Die theoretische Grundlage des Projekts bilden sowohl marxistische Studien zu transnationalen Kapitalfraktionen und einer transnationalen kapitalistischen Klasse, als auch die Literatur zu instrumenteller und struktureller Macht. In einem ersten Schritt werden superreiche Individuen und Wirtschaftseliten durch soziale Netzwerkanalyse in globalen Firmennetzwerken verortet. In einem zweiten Schritt wird untersucht, ob und, wenn ja, wie eine solche Klasse (wenn man dabei von einer sozialen Klasse sprechen kann) politisches Handeln aufweist. Projektdauer: Oktober 2018 bis März 2022.
 

 
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