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 Forschungsprojekte am MPIfG

Die europäische Wirtschafts- und Währungsintegration

Martin Höpner


 
Feste Wechselkursregime erfordern konvergente Lohn- und Preisauftriebe der teilnehmenden Länder. Alle europäischen Währungsordnungen seit dem zweiten Weltkrieg bestanden aber aus höchst heterogenen Ländergruppen. Das Projekt untersucht, welche Implikationen die Heterogenität der europäischen Wirtschafts- und Sozialregime für die Währungsintegration hat. Besonderes Augenmerk gilt dabei Deutschland, das in allen europäischen Währungsordnungen seit dem zweiten Weltkrieg niedrigere Inflationsraten als seine Handlungspartner hervorbrachte und daher durch die Unterbewertung seiner Währung Wettbewerbsvorteile erzielen konnte. Das Projekt analysiert, wie insbesondere die Heterogenität der innereuropäischen Modi der Lohnfindung zur Verzerrung der realen Wechselkurse im Euro beitrug. Darüber hinaus wird untersucht, ob ein etwaiger Export des deutschen Lohnregimes oder eine europäische Lohnkoordination gangbare Wege der Problembearbeitung sein könnten. Projektdauer: November 2019 bis Dezember 2022.
 
Martin Höpner, Mark Lutter. 2018. “The Diversity of Wage Regimes: Why the Eurozone Is Too Heterogeneous for the Euro.” European Political Science Review 10 (1): 71-96.
 
Höpner, Martin. 2019. “The German Undervaluation Regime under Bretton Woods: How Germany Became the Nightmare of the World Economy.” MPIfG Discussion Paper 19/1. Max Planck Institute for the Study of Societies, Cologne.
 
Höpner, Martin, and Martin Seeliger. 2019. “Neither Existing Nor Emerging: Euro Stabilization by Means of European Wage Coordination.” Journal of Economic Policy Reform, published online August 14, 2019.
 
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