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 MPIfG − Forschungskooperation

 

MPIfG-Projektverbund sozioökonomische Transformationen in Chile und Europa


Aldo Madariaga (Universidad Mayor, Chile; Leitung), Jens Beckert (MPIfG), Felipe González (Max-Planck-Partnergruppe Chile) und Jorge Atria (Universidad Diego Portales, Chile)
 

 
Globale Prozesse wie Finanzialisierung, Digitalisierung, Klimawandel, wachsende Ungleichheit und politischer Populismus haben nachhaltige Auswirkungen auf die Funktionsweisen von Kapitalismus und Demokratie und stellen moderne Gesellschaften vor gewaltige Herausforderungen. Die Antworten, die hierauf in den nächsten Jahrzehnten gefunden werden müssen, sind für die Zukunft der Wirtschaft und die gesellschaftliche Entwicklung von grundlegender Bedeutung. Der zusammen mit Partnerinstitutionen des MPIfG in Chile gegründete Projektverbund untersucht aktuelle Wandlungsprozesse in drei Kernbereichen, die Auswirkungen auf die Wirtschaft der Zukunft haben werden: der Öffentlichkeit, in der Erwartungen an ökonomische Prozesse entstehen; der Politik, wo öffentliche Eingriffe in die Wirtschaft beschlossen werden; und dem Staat als einem maßgeblichem Akteur in der Wirtschaft. Die Forschung konzentriert sich dabei auf Lateinamerika und Europa, zwei Weltregionen, die exemplarisch sind für ihre unterschiedlichen Dynamiken in Kapitalismus und Demokratie. Eine Vielzahl von Methoden (z.B. ethnografische Politikforschung, Big-Data-Analyse, historisch-vergleichende Analyse) dient dazu, Wandlungsprozesse, die ihnen zu Grunde liegenden politischen Konflikte sowie die sich herausbildenden Zukunftsvorstellungen zu analysieren. Ziel ist es, zukünftige Entwicklungen zu verstehen und Szenarien auszuarbeiten, die es Gesellschaften ermöglichen, ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Dynamik, politischer Repräsentation, sozialem Zusammenhalt und Umweltschutz zu schaffen und aufrechtzuerhalten. Der Projektverbund ist eine Kooperation des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung mit dem Centro de Economía y Políticas Sociales (CEAS), der Universidad Mayor sowie der Universidad Central de Chile, der Universidad Diego Portales und der Universidad Alberto Hurtado in Santiago de Chile. Er wird von der Agencia Nacional de Investigación y Desarrollo (Anid) in Chile von November 2019 bis November 2022 finanziert.
 

 

 
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