Journalist in Residence Fellowship

 
 

Gastaufenthalte für erfahrene Journalistinnen und Journalisten mit Schwerpunkt Politik/Gesellschaft/Wirtschaft


Das im Jahr 2005 eingerichtete Journalist in Residence Fellowship wurde bis 2010 gemeinsam vom Kölner Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, dem Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen (ZeS), dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und dem Amsterdam Institute for Advanced Labour Studies (AIAS) vergeben und von der Volkswagen Stiftung gefördert. MPIfG und WZB werden das Programm im Jahr 2012 fortführen. Journalistinnen und Journalisten können während eines sechswöchigen bis dreimonatigen Gastaufenthaltes in einem Forschungsprojekt an einem der beiden Partnerinstitute hospitieren oder eigene Recherchen verfolgen. Das Bewerbungsverfahren für 2012 ist bereits beendet.

 

 

 

Ziele

Durch das Journalist in Residence Fellowship wollen die Fellowship-Partnerinstitute die Vermittlung zwischen Sozialwissenschaften und Gesellschaft stärken und eine exzellente journalistische Berichterstattung über gesellschaftspolitische Fragestellungen fördern. Zugleich sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungsinstitute erfahren, wie die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse in den öffentlichen Diskurs verbessert werden kann.
 

Zielgruppe

Fest angestellte und freie Journalisten aus regionalen oder überregionalen Medien, die regelmäßig Wissenschaftsthemen oder Themen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft bearbeiten.
 

Dauer

Sechs Wochen bis drei Monate. Die Dauer des Gastaufenthalts wird individuell vereinbart.
 

Programm

MPIfG und WZB bieten eine Teilnahme am Forschungsalltag nach dem Modell des Journalist in Residence an. Das Angebot umfasst:
  • Hospitation in einem Forschungsprojekt der Projektpartner oder Arbeit an einem eigenen Projekt (Artikelserie, Feature, Buch o.ä.);
  • Möglichkeit zur Teilnahme an internen wissenschaftlichen Veranstaltungen der Projektpartner;
  • Begleitung durch eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler des jeweiligen Forschungsinstituts;
  • Arbeitsplatz im Institut mit moderner Kommunikationsausstattung und leistungsfähigen Rechercheinstrumenten, Nutzung der Bibliothek und der Internet-Recherchequellen für Sozialwissenschaftler.
Die eigene journalistische Arbeit kann während des Gastaufenthalts in entsprechend eingeschränktem Maße fortgesetzt werden. Von unseren Gästen erwarten wir ein internes Kolloquium aus dem Themenspektrum Journalismus–Wissenschaft, die Bereitschaft zum Austausch mit den am Institut arbeitenden Wissenschaftlern sowie einen Erfahrungsbericht nach Beendigung des Gastaufenthaltes. Mit dem Journalist in Residence Fellowship ist ausdrücklich nicht die Erwartung verbunden, dass die teilnehmenden Journalisten Beiträge über die Forschungsarbeit der jeweiligen Institutionen verfassen. Die journalistische Unabhängigkeit wird gewährleistet.
 

Stipendien

Für die Dauer des Aufenthalts werden ein Forschungs- und Recherchestipendium bis zur Höhe des entgangenen Verdienstes. Am gastgebenden Forschungsinstitut stehen ein Büro mit PC/Internet, E-Mail-Account, Tel./Fax-Verbindung zu Verfügung. Alle Recherchequellen der Institutsbibliothek können frei genutzt werden. Journalists in Residence haben die Möglichkeit zur Teilnahme an der wissenschaftlichen Arbeit eines renommierten Forschungsinstituts mit Wissenschaftlern und Gastforschern aus dem In- und Ausland.
 

Bewerbung

Erforderlich sind ein Nachweis journalistischer Tätigkeit im Bereich Politik/Gesellschaft/Wirtschaft für regionale oder überregionale Medien, eine Vorstellung der eigenen journalistischen Themenschwerpunkte, der beabsichtigten Nutzung des Gastaufenthaltes mit Angabe der für den Aufenthalt bevorzugten Institution, ein Lebenslauf mit journalistischem Werdegang und einer Beschreibung der aktuellen Tätigkeit sowie Empfehlungsschreiben eines Chefredakteurs oder Ressortleiters und bis zu fünf relevante Arbeitsproben (PDF oder Kopien, Audio-/Videofiles für PC/Windows).

 

Ansprechpartner für das Journalist in Residence Fellowship


 
Jürgen Lautwein
Administrativer Geschäftsführer
Tel. 0221 2767-120
(Finanzierung)
 
Christel Schommertz
Pressebeauftragte
Tel. 0221 2767-130
(Organisation, Projekte)

Ehemalige Journalists in Residence


 
"Das Programm kann das Zusammenspiel von Medien und Wissenschaft nicht nur entkrampfen, es kann neue Perspektiven eröffnen. Die sind längst überfällig."
(Sperber, FR).
 
Übersicht JiR 2006 bis 2012



MPIfG - Journalist in Residence Fellowship | http://www.mpifg.de/service/pressestelle/jir_de.asp [Zuletzt geändert am 27.07.2012 18:32]