Journalist in Residence Fellowship

 
 

Gastaufenthalte für erfahrene Journalistinnen und Journalisten mit Schwerpunkt Politik/Gesellschaft/Wirtschaft


Das im Jahr 2005 eingerichtete Journalist in Residence Fellowship wird gemeinsam vom Kölner Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, dem Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen (ZeS), dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und dem Amsterdam Institute for Advanced Labour Studies (AIAS) vergeben. Die Fellowships werden von der Volkswagen Stiftung gefördert. Journalistinnen und Journalisten können während eines sechswöchigen bis dreimonatigen Gastaufenthaltes in einem Forschungsprojekt an einem der vier Partnerinstitute hospitieren oder eigene Recherchen verfolgen. Bewerbungsschluss für Gastaufenthalte im Jahr 2010 ist der 16. November 2009. Details unter Bewerbung.
 

 

Partnerinstitute

Konsortialpartner des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung Köln (MPIfG) sind das

 

Gastaufenthalte und Forschungsschwerpunkte 2010



 
am Amsterdam Institute for Advanced Labour Studies (AIAS)
am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung (MPIfG)
am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
am Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen (ZeS)
 
Ergänzende Kurzzeitaufenthalte sind an den folgenden Forschungsinstituten nach individueller Absprache möglich:
Hertie School of Governance Berlin
Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES)
Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern Bonn
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin
Max-Planck-Institut für Ökonomik Jena
School of Humanities and Social Sciences der Jacobs Universität Bremen
 

Ziele

Durch das Journalist in Residence Fellowship wollen die Fellowship-Partnerinstitute MPIfG, AIAS, WZB und ZeS die Vermittlung zwischen Sozialwissenschaften und Gesellschaft stärken und eine exzellente journalistische Berichterstattung über gesellschaftspolitische Fragestellungen fördern. Zugleich sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungsinstitute erfahren, wie die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse in den öffentlichen Diskurs verbessert werden kann.
 

Zielgruppe

Fest angestellte und freie Journalisten aus regionalen oder überregionalen Medien, die regelmäßig Wissenschaftsthemen oder Themen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft bearbeiten.
 

Dauer

Sechs Wochen bis drei Monate. Die Dauer des Gastaufenthalts wird individuell vereinbart.
 

Programm

Das MPIfG und seine Kooperationspartner bieten eine Teilnahme am Forschungsalltag nach dem Modell des Journalist in Residence an. Das Angebot umfasst:
  • Hospitation in einem Forschungsprojekt der Projektpartner oder Arbeit an einem eigenen Projekt (Artikelserie, Feature, Buch o.ä.);
  • Möglichkeit zur Teilnahme an internen wissenschaftlichen Veranstaltungen der Projektpartner;
  • Begleitung durch eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler des jeweiligen Forschungsinstituts;
  • Arbeitsplatz im Institut mit moderner Kommunikationsausstattung und leistungsfähigen Rechercheinstrumenten, Nutzung der Bibliothek und der Internet-Recherchequellen für Sozialwissenschaftler.
Die eigene journalistische Arbeit kann während des Gastaufenthalts in entsprechend eingeschränktem Maße fortgesetzt werden. Von unseren Gästen erwarten wir ein internes Kolloquium aus dem Themenspektrum Journalismus–Wissenschaft, die Bereitschaft zum Austausch mit den am Institut arbeitenden Wissenschaftlern sowie einen Erfahrungsbericht nach Beendigung des Gastaufenthaltes, der der Evaluierung des Programms dienen soll. Mit dem Journalist in Residence Fellowship ist ausdrücklich nicht die Erwartung verbunden, dass die teilnehmenden Journalisten Beiträge über die Forschungsarbeit der jeweiligen Institutionen verfassen. Die journalistische Unabhängigkeit wird gewährleistet.
 

Stipendienhöhe

Das Qualifizierungsangebot wird von der VolkswagenStiftung im Rahmen der Initiative „Zukunftsfragen der Gesellschaft“ gefördert. Für die Dauer des Aufenthalts werden ein Forschungs- und Recherchestipendium bis zur Höhe des entgangenen Verdienstes, höchstens 5.000 Euro monatlich, sowie zusätzlich Mittel für Sach- und Reisekosten gewährt. Am gastgebenden Forschungsinstitut stehen ein Büro mit PC/Internet, E-Mail-Account, Tel./Fax-Verbindung zu Verfügung. Alle Recherchequellen der Institutsbibliothek können frei genutzt werden. Journalists in Residence haben die Möglichkeit zur Teilnahme an der wissenschaftlichen Arbeit eines renommierten Forschungsinstituts mit Wissenschaftlern und Gastforschern aus dem In- und Ausland.
 

Bewerbung

Erforderlich sind ein Nachweis journalistischer Tätigkeit im Bereich Politik/Gesellschaft/Wirtschaft für regionale oder überregionale Medien, eine Vorstellung der eigenen journalistischen Themenschwerpunkte, der beabsichtigten Nutzung des Gastaufenthaltes mit Angabe der für den Aufenthalt bevorzugten Institution, ein Lebenslauf mit journalistischem Werdegang und einer Beschreibung der aktuellen Tätigkeit sowie Empfehlungsschreiben eines Chefredakteurs oder Ressortleiters und bis zu fünf relevante Arbeitsproben (PDF oder Kopien, Audio-/Videofiles für PC/Windows).
Bewerbungsschluss für Gastaufenthalte im Jahr 2010 ist der 16. November 2009.
Bitte richten Sie Ihre Bewerbung möglichst per E-Mail (PDF-Datei) oder per Post an das
Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung (MPIfG)
Christel Schommertz
Paulstr. 3
50676 Köln
.
 

Auswahlgremium

  • Prof. Jutta Allmendinger (WZB)
  • Prof. Jens Beckert (MPIfG)
  • Dr. Rainer Hank (FAZ)
  • Prof. Stephan Leibfried (ZeS)
  • Dr. Christine Pries (FR)
  • Mirko Smiljanic (WPK)
  • Prof. Jelle Visser (AIAS)

 

Berater aus Partnermedien

  • Jacqueline Boysen, Freie Journalistin, Berlin
  • Dr. Rainer Hank, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Mitglied im Kuratorium des MPIfG
  • Dr. Gunter Hofmann, Die ZEIT, Mitglied im Kuratorium des MPIfG
  • Gode Japs, Deutschlandfunk, Redaktion Hintergrund
  • Dr. Christine Pries, Frankfurter Rundschau, Forum Humanwissenschaften
  • Dr. Martina Schindelka, ZDF, HR Kultur und Wissenschaft / Redaktion Wissen und Service
  • Mirko Smiljanic, Vorstandsmitglied der Wissenschaftspressekonferenz Bonn

Ansprechpartner für das Journalist in Residence Fellowship


 
Jürgen Lautwein
Administrativer Geschäftsführer
Tel. 0221 2767-120
(Finanzierung)
 
Christel Schommertz
Pressebeauftragte
Tel. 0221 2767-130
(Organisation, Projekte)

Ehemalige Journalists in Residence


 
"Das Programm kann das Zusammenspiel von Medien und Wissenschaft nicht nur entkrampfen, es kann neue Perspektiven eröffnen. Die sind längst überfällig."
(Sperber, FR).
 
Übersicht JiR 2006 bis 2009



MPIfG - Journalist in Residence Fellowship | http://www.mpifg.de/service/pressestelle/jir_de.asp [Zuletzt geändert am 18.08.2009 15:50]