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 Journalist in Residence Fellowship - Ausschreibung 2009

 

Hospitationsprojekte am Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen (ZeS)


 
Programmkordinator
Dieter Wolf
Tel. +49 421 218-8723

www.sfb597.uni-bremen.de
 

 

Zentrum für Sozialpolitik (ZeS)

www.zes.uni-bremen.de
 
Ansprechpartner
Karin Gottschall, Geschlechterpolitik im Wohlfahrtsstaat
Stephan Leibfried, Institutionen und Geschichte des Wohlfahrtsstaates
Frank Nullmeier, Theorie und Verfassung des Wohlfahrtsstaates
Heinz Rothgang, Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik und Versorgungsforschung

 
Das Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen leistet als interdisziplinäres und weltweit vernetztes Forschungsinstitut maßgebliche Beiträge zur nationalen wie internationalen Sozialpolitikforschung.
 
Im nationalen Kontext erstreckt sich die Forschung auf die Institutionen, die Funktionsweise und die Folgewirkungen deutscher Sozialstaatlichkeit, auf die Systeme der sozialen Sicherung, ihre Beziehungen untereinander und ihre Wechselwirkungen mit der Arbeitswelt, dem Bildungswesen und privaten Lebensformen.
 
Über Deutschland hinaus gilt der Forschungsfokus in international vergleichenden Untersuchungen den spezifischen sozialpolitischen Entwicklungen in anderen Staaten, vor allem den USA, Großbritannien und Skandinavien. Vervollständigt wird das Forschungsspektrum durch die Betrachtung sozialpolitischer Entwicklungen in Europa und in transnationalen Beziehungsgeflechten sowie durch die Analyse der normativen Grundlagen der Sozialpolitik.
 
Mitglieder des Zentrums für Sozialpolitik (ZeS) sind eng in nationale und internationale Forschungsnetzwerke der Sozialpolitikforschung eingebunden, insbesondere durch Konferenzen und gemeinsame Forschungsprojekte. Dem Austausch mit anderen Institutionen dient auch die Möglichkeit von Gastaufenthalten auswärtiger Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen am ZeS. Das ZeS befindet sich im ständigen Dialog mit politischen Institutionen, kommunalen Gremien und Unternehmen. Die Kooperation mit Vertreterinnen und Vertretern der sozialpolitischen Praxis ist ein selbstverständlicher Bestandteil der Forschungsarbeiten und Projekte. Weit über Bremen hinaus wirken Mitglieder des ZeS in vielen relevanten Gremien, Institutionen und Organisationen an der Entwicklung und Innovation von Sozialpolitik mit.
 

 

Sonderforschungsbereich "Staatlichkeit im Wandel" (Sfb 597)

www.staat.uni-bremen.de Sprecher: Stephan Leibfried
 
Sozialwissenschaftliche Forschung ist arm an sinnlich vermittelbaren Aktivitäten und Ergebnissen. Es gibt weder Labors noch Versuche, keine Patente, keine neuen Maschinen oder Produkte. Entsprechend schwer ist zu vermitteln, was sozialwissenschaftliche Forschung ausmacht. Und noch schwerer ist es, eine Transferleistung sozialwissenschaftlicher Forschung in die politische Praxis zu verdeutlichen. Und doch: Der Sonderforschungsbereich 597 "Staatlichkeit im Wandel" unternimmt genau das. 65 meist junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Fächern Politikwissenschaft, Soziologie, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, getragen von der Universität Bremen, der International University Bremen und der Hochschule Bremen sowie gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, haben sich ein sehr aktuelles und politisch wichtiges Thema vorgenommen: Was passiert mit dem Staat?
 
Der klassische nationale demokratische Rechts- und Interventionsstaat ist im Laufe von vier Jahrhunderten in vielfältige Rollen eingetreten, die sich in vier Dimensionen verorten lassen: Ressourcen (Gewaltmonopol, Finanzen), Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Wohlfahrt. In den 1960er und 1970er Jahren hat er alle vier Dimensionen in einer Institution vereinigt. Seither jedoch kommt es aufgrund von Globalisierung oder Individualisierung zu einer Zerfaserung des Staates: Die vier Dimensionen verorten sich auf verschiedensten Ebenen und in unterschiedlichsten Institutionen: Internationale Organisationen, private Unternehmen, gesellschaftliche Gruppen. Es gibt kein einheitliches Bild mehr, jede Dimension zerfasert unterschiedlich. Weder gibt es einen Weltstaat noch verschwindet der Nationalstaat. Vielmehr sehen wir ein System komplexen Weltregierens auf diversen Ebenen mit all den Problemen, die sich aus dieser Komplexität ergeben.
 
Im Sonderforschungsbereich wird in der ersten Phase (2003–2006) diese Zerfaserung systematisch beschrieben. Nach erfolgreicher Begutachtung stehen zwei weitere mögliche Phasen an: 2007 bis 2010 zur Erklärung dieses Wandels und 2011 bis 2014 zur Frage der Auswirkungen dieses Wandels auf die Bereitstellung öffentlicher Güter wie Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie oder Wohlfahrt.
 

 

Graduiertenfakultät – Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS) University of Bremen / Jacobs University Bremen

www.bigsss-bremen.de Sprecher: Steffen Mau
 
Die "BIGSSS" ist eine Modelleinrichtung für eine dreijährige forschungsorientierte und strukturierte Doktorandenausbildung, orientiert am Muster angloamerikanischer Nachwuchsförderung. Ursprünglich gefördert von der VolkswagenStiftung und der Universität Bremen hat die BIGSSS 2002/03 als erste internationale sozialwissenschaftliche Graduiertenschule in der Bundesrepublik ihre Arbeit aufgenommen. Seit 2008 ist sie Teil der durch die Exzellenz-Initiative der Bundesregierung geförderten Doktorandenausbildung und eine Einrichtung der Universität Bremen zusammen mit der Jacobs University Bremen.
 
Kennzeichnend für die BIGSSS ist eine thematisch konzentrierte, curricular unterstützte und intensiv betreute Doktorandenausbildung. Die Themenfelder sind "Global Integration", "Integration and Diversity in the New Europe", "Social Integration and the Welfare State", "Attitude Formation, Value Change, and Intercultural Communication", "Life-Course and Lifespan Dynamics" sowie "Methods". Die Arbeitssprache ist Englisch.
 
Die Aufnahme von Absolventen und Absolventinnen mit Masterabschluss (oder Äquivalenten) erfolgt über wettbewerbsorientierte Auswahlverfahren auf der Grundlage internationaler Ausschreibung. Die BIGSSS kooperiert auf der Basis von gemeinsamen Forschungsinteressen mit zahlreichen europäischen und angloamerikanischen Universitäten, darunter dem Programm "Social policy and Social Inequality" der Kennedy School of Government der Harvard University.  

 
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