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 MPIfG Discussion Paper 12/7

Mark Lutter


Soziale Strukturen des Erfolgs: Winner-take-all-Prozesse in der Kreativwirtschaft


 

Abstract


 
How does success accumulate? While the winner-take-all phenomenon has been viewed as a process of accumulating demand that results from a huge number of consumers making the same purchase decision, the conditions and interactions on the supply side have received scant attention in the literature. This paper investigates six ways sociol- ogy could contribute toward shedding light on the winner-take-all phenomenon, all of which seek to explain unequal success by examining the social structures of the labor market in which the actors are embedded. The author takes a preliminary, exploratory look from a sociological perspective at an aspect of inequality that is socially significant, yet poorly understood. The approaches presented open the way for future empirical study.

 

Zusammenfassung


 
Wie entstehen Erfolgskonzentrationen? Während das Winner-take-all-Phänomen bisher als Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite durch massenhaft gleichförmige Kaufentscheidungen der Konsumenten begriffen wurde, sind Bedingungen und Konstellationen auf der Anbieterseite wenig berücksichtigt worden. In diesem Beitrag werden sechs Ansätze diskutiert, die das Potenzial einer soziologischen Erklärung des Winner-take-all-Phänomens ausloten. Jeder der Ansätze versucht dabei, Erfolgsungleichheiten aus den sozialen Strukturen heraus zu erklären, in die die Akteure auf dem Arbeitsmarkt eingebettet sind. Der Beitrag versteht sich als erster Zugang zu einem in der Soziologie zwar noch wenig erforschten, doch wichtigen Phänomen sozialer Ungleichheit und soll den Raum für zukünftige empirische Studien öffnen.

 

Inhalt


 
1    Einleitung
 
2    Forschungsstand: Winner-take-all-Märkte als Nachfragekonzentration
 
3    Die Entstehung von Erfolg: Soziologische Ansätze
        Askriptive Ungleichheiten auf Kreativarbeitsmärkten
        Kumulierte Vorteile oder "Matthäus-Effekte"
        Netzwerkeinbettung und die Stärke schwacher Beziehungen
        Erfolg als Rollenausdehnung
        Heterarchie oder: Organisierte Dissonanz
        Status-Matching oder: Netzwerkspiralen des Erfolgs
 
4    Schluss
 
Literatur

 
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