How Multilevel Governance Affects the Clash of Capitalisms
Abstract
This article challenges the methodological nationalism of the convergence
debate by arguing that multilevel governance destabilizes the coalitions
thought to underpin liberal and coordinated varieties of capitalism.
Existing efforts to explain how coherent production regimes emerge and
persist assume that some dominant social bloc ensures coherence by imposing
its interests across all relevant regulatory subspheres. This assumption is
not tenable in systems of multilevel governance. Three features of
multilevel governance diminish the scope for a uniform social bloc to ensure
a tight coupling of complementary regulations. First, the strategic
opportunities for playing multilevel games vary across regulatory
subspheres. Second, willingness to exploit these opportunities varies,
because the transnational scope of legislation adds a "constrain-competitor"
dimension to actors' decision-making that may either strengthen or weaken
interest group cohesion. Third, the institutional set-up at the
supranational level of Europe's multilevel polity multiplies alignment
options. To illustrate these claims, the article draws on case studies of EU
company law initiatives concerning takeovers and worker participation.
Zusammenfassung
Der vorliegende Aufsatz wendet sich gegen den in der Konvergenzdebatte
vorherrschenden methodologischen Nationalismus, indem er aufzeigt, dass
Koalitionsbildung in Mehrebenensystemen jene Koalitionen unterminiert, die
gemeinhin als Stützen der liberalen und koordinierten Spielarten des
Kapitalismus gelten. Versuche zu erklären, wie kohärente Produktionsregime
entstehen und fortbestehen, gehen bisher davon aus, dass ein dominanter sozialer
Block seine Interessen in allen relevanten regulativen Teilbereichen durchsetzt.
Diese Annahme ist für politische Mehrebenensysteme nicht haltbar. Drei Aspekte
von Mehrebenenpolitik verringern die Möglichkeiten eines dominanten sozialen
Blocks, komplementäre Regulierungen eng zu verknüpfen. Erstens unterscheidet
sich der Spielraum für strategische Mehrebenenspiele in den einzelnen
Teilbereichen kohärenter Produktionsregime. Zweitens unterscheidet sich die
Bereitschaft zur Ausnutzung dieses Spielraums, weil die transnationale
Reichweite von Gesetzen dem Entscheidungskalkül von Akteuren eine
"Constrain-Competitor"-Dimension hinzufügt, die den grenzüberschreitenden
Zusammenhalt von Interessengruppen entweder stärkt oder schwächt. Drittens
erweitert das Institutionsgefüge auf der europäischen Ebene die Vielfalt der
Koalitionsmöglichkeiten. Fallstudien zu EU-Richtlinien zur Regelung von
Unternehmensübernahmen und betrieblicher Mitbestimmung veranschaulichen diese
Thesen.
Contents
1
Introduction
2
Background: Institutional complementarity and dominant social blocks
3
How multilevel governance affects the clash of capitalisms