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Lukas Haffert
 
Die schwarze Null
Über die Schattenseiten ausgeglichener Haushalte

 

Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 2016
158 Seiten
ISBN 978-3-518-07259-2 | 15,00 Euro (broschiert)
eISBN: 978-3-518-74876-3 | 14,99 Euro (E-Book)
 

 
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Leseprobe

 

 

Zusammenfassung | Inhalt | Autor


 

 

Zusammenfassung


 
Als sich abzeichnete, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble schon 2014 einen Haushalt ohne neue Schulden geschafft hatte, klopften sich die Politiker der großen Koalition enthusiastisch auf die Schultern: Von einem "Meilenstein" war die Rede, von einem "Quantensprung" und von einer "historischen Zäsur". Im Land der schwäbischen Hausfrauen verkörpert die "schwarze Null" Solidität und den Erfolg des deutschen Wirtschaftsmodells. Doch was verbirgt sich hinter dieser symbolmächtigen Zahl?
 
Lukas Haffert untersucht die große Popularität der deutschen Überschüsse in historischer und vergleichender Perspektive. Er zeigt, welche Erfahrungen andere Länder mit ausgeglichenen Haushalten gemacht haben, und leitet daraus wichtige Lehren ab. Sein Fazit ist ernüchternd: Deutschlands Fiskalpolitik folgt gegensätzlichen Zielen, zwischen denen die Handlungsfähigkeit des Staates zerrieben wird. Die "schwarze Null" löst diese Zielkonflikte nicht etwa auf, sie verschärft sie zum Teil sogar.
 

 

Inhalt


 
Einleitung
 
1. Die schwarze Null: Mythos oder Meilenstein?
Die schwarze Null im politischen Diskurs
In der Billionenfalle?
Deutschlands Staatsfinanzen im 20. Jahrhundert
Die Verheißungen der schwarzen Null
Enttäuschungen sind vorprogrammiert

 
2. Zwei Lehren aus Ländern mit Überschüssen
Wo Überschüsse nichts Ungewöhnliches sind
Zwei Typen von Überschüssen
Die Rhetorik der Überschüsse
Ergebnisse der Überschusspolitik
Das vorläufige Ende der Überschussregime
Dauerhafte Überschüsse bedeuten dauerhafte Austerität
 
3. Die Zukunftsaussichten der schwarzen Null
Überschussregime oder Überschussepisode?
Gewinnt Deutschland Handlungsfähigkeit zurück?
Schluss – Eine Aufforderung zur Debatte
Literatur
 

 

Autor


 
Lukas Haffert, geboren 1988, ist Oberassistent am Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich. Von 2010 bis 2014 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung. Für seine Forschung wurde er mit dem Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung und der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet.
 

 
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