Forschungsgruppe "Grenzüberschreitende Institutionenbildung"


 

Einführung

Die Koordination wirtschaftlichen, sozialen und politischen Handelns in modernen Ökonomien wird zunehmend durch das Zusammenspiel nationaler und globaler Ordnungsstrukturen geprägt. Dies wirft Fragen nach den Voraussetzungen, Prozessen und Mechanismen der Herausbildung grenzüberschreitender Institutionen jenseits nationaler und supranationaler Staatlichkeit auf. Die Forschungsgruppe untersucht die Beteiligung von nichtstaatlichen Akteuren und das Zusammenwirken von intendierter und emergenter Institutionenbildung im transnationalen Bereich, um auf dieser Basis zur soziologischen Theoriebildung über globale Ordnungsstrukturen beizutragen. Die Projekte der Forschungsgruppe sind an der Schnittstelle von Wirtschaftssoziologie, Organisationstheorie und internationalen Beziehungen angesiedelt. Besonderes Augenmerk wird auf die Querverbindungen zwischen Regelsetzung und Rechtsbildung gelegt, was das Programm anschlussfähig zu rechtssoziologischen Forschungen im Bereich "Recht und Gesellschaft" macht. Das Forschungsprogramm der Gruppe zielt auf eine longitudinal vergleichende Analyse der Entstehung und Entwicklung grenzüberschreitender Institutionen. Ein besonderes Interesse gilt dabei beispielhaften Feldern transnationaler ökonomischer Governance und deren Wirkung auf nationalen institutionellen Wandel in ausgewählten Ländern. Zusätzlich zu bereits begonnenen Projekten zum "International Financial Reporting" und zu internationalen Arbeitsstandards sind weitere Untersuchungen zu Fragen des internationalen Urheberrechts, grenzüberschreitenden Unternehmensrechts und transnationalen Finanzrechts geplant.
 

Organisation and Kontakt

Sigrid Quack

Tel. +49 221 2767-152


MPIfG: Forschungsgruppe Grenzüberschreitende Institutionenbildung | http://www.mpifg.de/projects/govxborders/index_de.asp [Zuletzt geändert 11.05.2010 12:40]