Märkte sind die zentrale Institution
kapitalistischer Ökonomien. Im Unterschied zur
Ökonomik, die Märkte als durch den Preismechanismus
regulierte Institutionen zur Anpassung von Nachfrage
und Angebot versteht, hat die Soziologie immer die
soziale Einbettung von Märkten als notwendige
Grundlage ihrer Funktionsfähigkeit hervorgehoben.
Welchen Beitrag kann die Soziologie
heute zum Verständnis der Funktionsweise von Märkten
und zur Erklärung von Marktstrukturen leisten? Kann
die Soziologie zum Verständnis von Preisbildung und
Wertbildungsprozesse auf Märkten beitragen? Wie
lässt sich verstehen, weshalb einige Tauschprozesse
marktförmig organisiert sind, während in anderen
Bereichen Märkte abgelehnt werden oder sogar
verboten sind?
Die Tagung zum Thema „institutionelle
Einbettung von Märkten“ stellt
wirtschaftssoziologische Forschungsbeiträge zur
Klärung der Funktionsweise und der institutionellen,
kulturellen und politischen Voraussetzungen von
Märkten zur Diskussion und gibt damit einen
Überblick über den Stand marktsoziologischer
Forschung in der deutschsprachigen
Wirtschaftssoziologie.