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 Forschungsprojekte am MPIfG

Veränderte Ernährungsgewohnheiten und Konsummoral: Fleischkonsum in Deutschland aus soziologischer Perspektive

Laura Einhorn (Dissertation)


 
Gegenwärtig werden Konsumpraktiken in den reichen Ländern der westlichen Welt von vielfältigen Moralvorstellungen über normativ "richtiges" Handeln geprägt, das dadurch sozial akzeptiertes Verhalten der Konsumenten am Markt bewirkt. Während einige Autoren eine Individualisierung der Praktiken des Konsums beobachten, betonen andere die Bedeutung sozioökonomischer Merkmale für die Ausprägung individueller Präferenzen und Normen. Der Konsum von Lebensmitteln eignet sich insbesondere, um die Prägung von Konsumpraktiken durch unterschiedliche soziale und kulturelle Normen zu erforschen. Die Mahlzeit ist eine höchst gesellige Praxis, die oft unmittelbar sozialen Kontroll- und Einflussmechanismen unterliegt, welche Verhaltensänderungen bewirken können. Dieses Dissertationsprojekt untersucht als paradigmatischen Fall den Fleischkonsum in Deutschland.. Hierbei erforscht es a) die soziale Stratifizierung des Konsums eines viel diskutierten Lebensmittels sowie dessen Veränderung im Zeitverlauf, b) die Strategien der Konsumenten zur Legitimierung ihres Konsums und c) den Einfluss der Tischgemeinschaft sowie unterschiedlicher Ernährungsnormen auf den Fleischkonsum. Projektdauer: Oktober 2016 bis März 2020.
 

 
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