Fenster schließen
 Forschungsprojekte am MPIfG

Kapitalistische Vielfalt, Fragmentierung und neoliberale Reformen der EU in Zentral- und Osteuropa

Martin Mendelski


 
Das Projekt untersucht die Herausbildung von funktionierenden Marktwirtschaften in Zentral- und Osteuropa. Dabei soll insbesondere der Einfluss der EU sowie transnationaler Akteure auf den Grad an Fragmentierung staatlicher und unternehmensrelevanter Sektoren, Organisationen und Unternehmen erfasst werden. Unter Fragmentierung wird hier die Zersplitterung eines integrierten Ganzen in mehrere nicht zusammenhängende Teilstücke verstanden, ein Prozess, der in institutioneller Inkohärenz, struktureller Heterogenität und der Koexistenz mehrerer Koordinationslogiken resultieren kann. Es wird zunächst gezeigt, dass die von der EU geforderten Reformen die bereits hohe Fragmentierung in Ländern des Westlichen Balkans und in Rumänien verstärken, während strukturelle Reformen in Polen, Estland und Slowenien zu niedrigeren Graden an Fragmentierung (und sogar zur Konsolidierung) führen. In einem weiteren Schritt wird der Frage nachgegangen, ob und in wieweit die unterschiedlichen Fragmentierungsgrade sich in der Funktionsweise der politischen Ökonomien der betroffenen Länder widerspiegeln. In dem Projekt kommen sowohl qualitative Fallstudien als auch quantitativ-vergleichende Analysen zum Einsatz. Projektlaufzeit: Oktober 2016 bis September 2018.
 

 
Fenster schließen