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 Forschungsprojekte am MPIfG

Gewerkschaften, öffentliche Arbeitgeber und die Wirtschafts- und Währungsunion: Lohndynamik im öffentlichen Sektor Deutschlands und Italiens

Donato Di Carlo (Dissertation)


 
In der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion wird über zwei der vier Standardinstrumente zur makroökonomischen Steuerung, nämlich die Geld- und die Wechselkurspolitik, auf supranationaler Ebene entschieden. Zudem schränkt der Stabilitäts- und Wachstumspakt die Spielräume der nationalen Fiskalpolitik stark ein. Vor diesem Hintergrund verbleibt die Lohnpolitik als entscheidendes länderspezifisches Instrument, das sich jedoch sowohl stabilisierend als auch destabilisierend auswirken kann. Die Vergleichende Politische Ökonomie hat die spezifischen Merkmale der Lohnfindung im Exportsektor ausführlich untersucht. Bisher kaum erforscht sind hingegen die endogenen Bedingungen und Prozesse der Lohnfindung im öffentlichen Sektor. Das Dissertationsprojekt soll den Determinanten der in Deutschland und Italien unterschiedlich gehandhabten Lohnfindung im öffentlichen Sektor während der europäischen Währungsintegration auf den Grund gehen. Es stützt sich auf einen historisch-vergleichenden Analyseansatz und führt Erkenntnisse aus der Vergleichenden Politischen Ökonomie, der Finanzsoziologie und der Theorie der industriellen Arbeitsbeziehungen zusammen. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zu der seit den 1970er-Jahren anhaltenden Debatte in der europäischen Vergleichenden Politischen Ökonomie über das Verhältnis von Arbeitsbeziehungen im öffentlichen Sektor, Lohnfindung und makroökonomischen Ergebnissen. Projektdauer: Oktober 2015 bis März 2019.
 

 
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