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 Forschungsprojekte am MPIfG

Die Politik budgetärer Einschränkung: Eine Analyse der Variation nationaler Fiskalrahmen zwischen den Mitgliedstaaten der Eurozone

Andreas Eisl (Dissertation)


 
Während der europäischen Staatsschuldenkrise haben Mitgliedstaaten der Eurozone ihre fiskalpolitische Entscheidungsfreiheit durch die Implementierung nationaler Fiskalrahmen eingeschränkt, teilweise weit über die gemeinsamen Vorgaben der Europäischen Union hinaus. Nationale Fiskalrahmen bestehen aus länderspezifischen Ausgestaltungen numerischer Fiskalregeln, unabhängigen Fiskalräten und dazugehörigen Korrekturmechanismen. Ein nationaler Fiskalrahmen ist umso strikter, je kleiner der budgetäre Spielraum für Defizite einer Fiskalregel, je größer die Kompetenzen und Mitspracherechte der Fiskalräte und je automatischer die Korrekturmechanismen im Fall von Regelverstößen sind. Angesiedelt im Feld der vergleichenden Politischen Ökonomie ist Ziel dieses Dissertationsprojekts, die Variation in der Strenge nationaler Fiskalrahmen zu erklären. Ausgehend von einer Auswertung der existierenden quantitativen Forschung zu diesem Thema vertiefen mehrere qualitative Länderfallstudien das Projekt unter Zuhilfenahme von Interviews mit politischen Entscheidungsträgern, Beamten und Experten, Länderreports, parlamentarischen Debatten und Zeitungsartikeln. Diese Dissertation ist Teil eines Cotutelle-Programms der Sciences Po, Paris, und der IMPRS-SPCE, Köln. Projektdauer am MPIfG: Oktober 2015 bis März 2019.
 

 
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