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 Forschungsprojekte am MPIfG

Anomien, der amerikanische Traum, Scham und Diffusion: Der Zusammenhang zwischen Ökonomie und Suizid

Karlijn Roex (Dissertation)


 
Ökonomischer Wandel und Vermarktlichung haben Auswirkungen auf Suizidalität, gleichwohl ist dieser Zusammenhang in den Gesellschaften unterschiedlich stark ausgeprägt. Obschon der allgemeine Zusammenhang zwischen Ökonomie und Suizid bereits hinlänglich erforscht ist, herrscht in Bezug auf die kontextuellen Faktoren Unklarheit, bei denen ökonomische Schocks in einigen Gesellschaften stärkeren Einfluss auf das Suizidverhalten haben als in anderen. Es wurde festgestellt, dass die Generosität von Wohlfahrtsstaaten eine Rolle spielt, aber verschiedene andere potenziell interessante kontextuelle Faktoren sind noch nicht ausreichend untersucht. Zum Beispiel: Ist Arbeitslosigkeit quälender für Individuen in Gesellschaften, in denen Arbeit und wirtschaftlicher Erfolg einen höheren Stellenwert haben? Ist der Druck in Gesellschaften höher, in denen das Marktdenken vormals nichtökonomische Institutionen durchdrungen hat? Fördern Vermarktlichung und ökonomische Schocks Anomie in Gesellschaften und wirken sich dadurch auf die gesamte Bevölkerung aus? Auf der Basis des Durkheimschen Gedankens untersucht das Dissertationsprojekt die Effekte von ökonomischem Wandel und Vermarktlichung für das Suizidvorkommen sowie seine potenziellen Moderatoren und Mechanismen in mehreren Industriestaaten und Regionen im Verlauf der letzten Jahrzehnte. Projektdauer: Oktober 2014 bis März 2018.
 

 
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