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 Forschungsprojekte am MPIfG

Die Regulierung bezahlter Hausarbeit

Virginia Kimey Pflücke


 
Hausarbeit ist ein Paradebeispiel für die Trennung zwischen privater und öffentlicher Sphäre. Während die geschlechtliche Arbeitsteilung und fehlende Anerkennung der unbezahlten Hausarbeit vielfach untersucht worden ist, wurde bezahlte Hausarbeit bislang wenig beachtet. Dies überrascht, denn bezahlte Hausarbeit findet weltweit vorwiegend vergeschlechtlicht und informell statt: Hausangestellte sind zu 90 Prozent Frauen und häufig Migrantinnen - und damit typische Outsider des Arbeitsmarktes. Erst seit der Jahrtausendwende wird bezahlte Hausarbeit stärker reguliert, international jedoch nicht im gleichen Ausmaß. Während in manchen Ländern Maßnahmen zur Regulierung von bezahlter Hausarbeit verabschiedet worden sind (z.B. Uruguay), bleibt dieser Bereich in anderen Ländern nahezu unreguliert (z.B. Spanien). Politische Parteien, Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen, aber auch soziale Bewegungen und internationale Organisationen (z.B. ILO) haben dabei unterschiedliche, häufig konfligierende Interessen und verfolgen unterschiedliche Ideen. Das Dissertationsprojekt untersucht anhand einer vergleichenden Fallstudie von Uruguay und Spanien wie man Unterschiede in der Regulierung von bezahlter Hausarbeit erklären kann. Im Zentrum steht dabei die Analyse des Zusammenspiels von Interessen und Ideen. Projektdauer: Oktober 2013 bis September 2017.
 

 
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