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 Forschungsprojekte am MPIfG

Die Einführung Internationaler Rechnungslegungsstandards in Afrika: Eine institutionelle Perspektive

Solomon Zori (Dissertation)


 
Seit der Übernahme der Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) durch die Europäische Union im Jahre 2005 hat die Idee der Verbreitung von Richtlinien durch zwei unterschiedliche Mechanismen im Bereich der Internationalen Rechnungslegung allgemeine Aufmerksamkeit erlangt. Staaten, die aufgrund rational ökonomischer Überlegungen zu einer Übernahme der Richtlinien bereit sind, so die Argumentation von Theorien der rationalen Wahlhandlung, erhoffen sich dadurch wirtschaftliche Vorteile und eine Verbesserung der Informationsqualität. Aus institutionalistischer Sicht führt hingegen das Bestreben nationaler Standardsetzer und Regierungen, durch die Einführung von IFRS internationale Legitimität und Anerkennung zu erzielen, zur Verbreitung dieser Standards. Eine Vielzahl afrikanischer Länder hat bisher Empfehlungen internationaler Organisationen zum Trotz die Übernahme internationaler Rechnungslegungsstandards abgelehnt. Dieses Dissertationsprojekt untersucht die Logiken, die sich hinter der Verbreitung internationaler Rechnungslegungsstandards in Afrika verbergen, mit dem Ziel, eine institutionelle Erklärung zu entwickeln, die umfassender ist als eine Erklärung der rationalen Entscheidung. Unter Einbeziehung von Akteuren auf der transnationalen und lokalen Ebene sowie der Faktoren, die die Verbreitung der IFRS fördern oder bremsen, erforscht die Studie, weshalb viele afrikanische Länder bislang eine Übernahme dieser Standards ablehnen. Methodologisch kombiniert das Projekt eine qualitative vergleichende Analyse mit Fallstudien ausgewählter afrikanischer Länder. Projektdauer: Oktober 2011 bis Dezember 2014.
 

 
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