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 Forschungsprojekte am MPIfG

Sozialpolitische Präferenzen in Entwicklungsländern: Eine Analyse wohlfahrtsstaatlicher Nachfrage im Kontext struktureller Unsicherheit

Sarah Berens


 
Klassische Ansätze der politischen Ökonomie zu sozialpolitischen und Umverteilungspräferenzen betonen den Einfluss von Einkommensstatus, unsicheren Beschäftigungsverhältnissen, sozialer Mobilität oder individuellen Qualifikationen, vernachlässigen aber die Charakteristika einkommensschwächerer Länder, was die Anwendbarkeit dieser Theorien auf die Wohlfahrtssysteme in Entwicklungsländern infrage stellt. Wie erste Erkenntnisse aus diesem sehr jungen Forschungsfeld innerhalb der vergleichenden politischen Ökonomie aufzeigen, sind sozialpolitische Präferenzen trotz hoher Raten von Einkommensungleichheit und Armut nicht notwendigerweise eine klare Funktion von Einkommensgruppen, Bildung, sicheren Arbeitsverhältnissen und dem Grad der Qualifikation. Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit dieser Forschungslücke und untersucht aus komparativer Perspektive am Beispiel von demokratischen Entwicklungsländern, inwieweit Kontexteffekte, wie z.B. strukturelle Unsicherheit, dysfunktionale rechtsstaatliche und fiskalische Kapazitäten, Ungleichheit und eine große Anzahl von Beschäftigten in der informellen Wirtschaft (Schattenwirtschaft) auf sozialpolitische Präferenzen Einfluss nehmen. Auf der Basis einer quantitativen Untersuchung von wohlfahrtsstaatlichem Angebot mithilfe hierarchischer Modelle verbindet die Studie Mikro- und Makrotheorien der Wohlfahrtsstaatsforschung. Projektdauer: Oktober 2010 bis Dezember 2013.
 

 
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