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 Forschungsprojekte am MPIfG

Krise als Chance: Illegale Märkte in Krisenzeiten

Matías Dewey


 
Laufend entstehen neue Märkte und bestehende verschwinden. Dies trifft insbesondere auf illegale Märkte zu, da dort die Bedingungen des Markttauschs viel unberechenbarer sind als auf legalen Märkten. In diesem Sinne fördern Phänomene sozioökonomischer Instabilität, wie Hyperinflation oder Nachkriegsdepression, die Entstehung illegaler Märkte oder verändern die Struktur bereits vorhandener. Das Projekt will Aufschluss über die Interaktion von illegalen Märkten mit Situationen geben, die durch den plötzlichen Verlust von Kaufkraft oder die Erwartung eines solchen gekennzeichnet sind. Ziel der Studie ist es, einen Beitrag zu der Erforschung der Mechanismen zu leisten, die den Austausch illegaler Güter im Kontext einer Wirtschaftskrise vorantreiben. Dazu werden zunächst die Entwicklungen auf den Märkten für Kokain und gestohlene Autoteile während der Hyperinflationskrise der späten 1980er-Jahre und der argentinischen Wirtschaftskrise 2001 vergleichend analysiert. Im späteren Verlauf des Projekts wird die Analyse auf weitere illegale Märkte ausgeweitet. Projektdauer: Oktober 2011 bis Dezember 2014.
 

 
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