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 Forschungsprojekte am MPIfG

Jenseits nationaler Durchschnittswerte: Geburtenverhalten im regionalen sozialen Kontext

Barbara Fulda


 
Die demografische Entwicklung in Deutschland ist seit Langem Thema öffentlicher Debatten, die vor allem von der Diskussion um sinkende Fertilitätsraten und die daraus resultierenden Probleme für die sozialen Sicherungssysteme bestimmt sind. Vor diesem Hintergrund überrascht, dass sinkende Fertilitätsraten nicht überall in Deutschland zu beobachten sind. Vielmehr unterscheidet sich die Geburtenrate in unterschiedlichen Regionen deutlich. Gerade die Existenz von Hochfertilitätsregionen widerspricht dabei sowohl dem Eindruck, welchen man durch die öffentliche Berichterstattung gewinnen kann, als auch den Erklärungen der demografischen Forschung für Geburtenverhalten in Deutschland. Im Projekt werden diese regionalen Unterschiede im Geburtenverhalten näher betrachtet. Dabei liegt der Fokus auf der Untersuchung von Regionen mit hoher Fertilitätsrate, die sich nicht durch regionale Besonderheiten auszeichnen, wie etwa einer außergewöhnlich hohen Anzahl an Kinderbetreuungsplätzen. Die Analyse dieser Regionen wird durch die These angeleitet, dass der lokale soziale Kontext das Geburtenverhalten beeinflusst. Mithilfe einer Kombination quantitativer und qualitativer Verfahren sollen dabei Erklärungen für die regionalen Unterschiede gesucht werden. Besonderes Interesse besteht an der Analyse von Schwellenwerteffekten. Projektdauer: Oktober 2010 bis März 2014.
 

 
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